Cannabidiol, auch als CBD bekannt, ist allerorts in jeglichem Munde. Das Mittel wird häufig als das Gesundheitswunder bezeichnet und soll quasi bei allen möglichen Unpässlichkeiten, Krankheiten und Problemen helfen. Aber was stimmt davon? Ist es wirklich so vielseitig und ist Hanf tatsächlich diese Gesundheitspflanze, wie es so oft heißt? Oder findet auch CBD in etlichen Erkrankungen sein Schaffensende? Dieser Artikel schaut sich das Ganze einmal an.

Abbildung 1: Es gibt immer wieder Gesundheitstrends - was ist von CBD zu halten?

Wie wirkt CBD?

Die absolute Wirkung von CBD ist noch nicht völlig erforscht. Das liegt nicht daran, dass Hanf erst kürzlich als Heilpflanze entdeckt wurde, sondern daran, dass sich die Forschung erst seit wenigen Jahren mit den Wirkungsweisen befasst, die nicht in das Studienthema Marihuana fallen. Sicher ist:

Dennoch ist CBD kein Wundermittel, wie noch erklärt wird.

Was ist Cannabidiol genau?

CBD besteht aus einer Form der Hanfpflanze. Hanf kann nicht nur verschieden genutzt werden, die Pflanzen unterscheiden sich auch voneinander. Der wichtigste Unterschied ist, dass nicht alle Pflanzen THC enthalten und somit psychoaktiv wirken. Die Hanfpflanzen, aus denen Cannabidiol gewonnen wird, beinhalten kaum oder gar kein THC und fallen somit auch nicht unter die Drogen. Das CBD wird in einem recht komplizierten Prozess aus der Pflanze herausgelöst und verschieden verarbeitet, wodurch es mehrere Formen der Einnahme gibt:

Zudem gibt es CDB in Form von Badezusätzen, Cremes oder Lotionen, wobei hier die Wirkung eher äußerlich anzusiedeln ist.

Wann kann eine CBD-Therapie sinnvoll sein?

Zuerst muss gesagt werden, dass CBD bei vielen Krankheiten nicht die eigentliche Medikation und Behandlung ersetzt. Dennoch kann es – nach Rücksprache mit dem Arzt – begleitend eingesetzt werden:

Neben ärztlichen Rücksprachen ist es gerade im psychischen Bereich wichtig, nicht eigenmächtig zu handeln. CBD ist beispielsweise nicht angebracht, wenn der Patient manisch-depressiv ist oder unter der Borderline-Störung leidet. Da in beiden Fällen die Stimmung extrem schnell schwanken kann und die Phasen extrem eng beieinander liegen, ist gerade die Eigenmedikation sehr gefährlich und kann zu Rückfällen oder manischen Phasen führen.

Abbildung 2: CBD setzt sich ganz klar vom bekannten Rauschhanf ab.

Fazit - Hilfsmittel, kein Allheilmittel

Cannabidiol besitzt viele Vorzüge und eignet sich zur Behandlung etlicher Erkrankungen und Beschwerden. Dennoch darf es nicht als das absolute Wundermittel angesehen werden, welches andere Medikamente überflüssig macht. Hin und wieder werden Mittel wie CBD insbesondere in der Krebstherapie als natürliches Heilmittel dargestellt, obwohl sie es nicht sind. Fakt ist, dass Cannabidiol die Nebenwirkung der eigentlichen Krebsbehandlung abschwächen oder gar stoppen kann. Es ist jedoch nicht dazu geeignet, den Krebs selbst zu behandeln. Wichtig ist immer, beim Vorliegen einer Erkrankung mit dem eigenen Arzt zu sprechen und nicht eigenmächtig die üblichen Medikamente abzusetzen.


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