Lust auf Camping – Tipps für Einsteiger und Familien

In Zeiten von flexiblen Arbeitszeiten, Weltenbummlern und digitalen Nomaden wird auch das Campen immer beliebter. Im autarken Wohnmobil die nähere und fernere Umgebung zu entdecken, bedeutet heutzutage weniger Aufwand als vor Jahrzehnten – denn moderne und kompakte Campingbusse verbinden das Fahrgefühl eines PKWs mit den Möglichkeiten eines Wohnmobils. So fällt es auch Einsteigern leicht, das Camping-Lebensgefühl für sich zu entdecken.

Abbildung 1: Camping in der Natur - ein Traum für viele Interessierte. Doch wie kann man sich am besten darauf vorbereiten?

Der richtige Camper

Welches Wohnmobil den eigenen Ansprüchen gerecht wird, bestimmt nicht nur der Komfort der Ausstattung, sondern auch das Fahrverhalten und die Anzahl der Gurtplätze.

Wie viel PS muss ein Wohnmobil haben?

Wohnmobilmotoren sind meist Vierzylinder, die zwischen 100 bis 200 PS erzielen. Wer plant, bergiges Gelände zu erobern sollte daher schon einen Blick auf die Motorleistung werfen. Als Vergleichsgröße dient hier das Leistungsgewicht: Kommen 50 Kilogramm Gesamtgewicht auf ein PS, werden manche Bergstrecken bereits unbezwingbar. Mit 30 Kilogramm Gewicht pro PS reisen Campingurlauber dagegen zügig und ohne Probleme selbst bei steilem Gelände.

Was muss mit?

Die Bequemlichkeit eines Wohnmobils steht und fällt mit seiner Ausstattung. Das folgende Equipment sollte daher an Bord nicht fehlen:

Was ist sonst noch wichtig?

Weitere wichtige Tipps für Campingeinsteiger

Beladen, Parken, Fahrzeuggewicht – technische und juristische Details sind für Campingurlauber ebenfalls von Bedeutung.

Wohnmobil beladen

Insbesondere schwere Gegenstände sollten im Wohnmobil möglichst weit unten, idealerweise über der Achse verstaut werden. Viele Campingbusse bieten hier einen „doppelten Boden“, in dem das Gepäck sicher mitfährt. Zerbrechliches Geschirr transportiert man am sichersten in Polstermaterial (Küchentücher) verpackt. Ob in Kurven eventuell Gegenstände aus offenen Regalen oder von Ablagen fallen können, sollte man vor der Abfahrt prüfen, um nicht auf der Straße erschreckt zu werden.

Wo dürfen Camper parken und übernachten?

In Deutschland darf ein Wohnmobil im öffentlichen Raum überall und ohne zeitliche Beschränkung geparkt werden; es sei denn, es ist ausdrücklich verboten. Auf Gewegen ist generell nur das Abstellen von Fahrzeugen mit 2,8 t Gsamtgewicht zulässig. Für das Wiederherstellen der Fahrtüchtigkeit dürfen Urlauber 10 Stunden lang in ihrem Wohnmobil nächtigen; dabei ist allerdings das Aufstellen von Stühlen oder Zelten im Freien nicht gestattet. Im europäischen Ausland sind die Regelungen zum Übernachten im Wohnmobil teilweise sehr unterschiedlich – wer sicher gehen will, steuert ausgewiesene Stellplätze und Campingplätze an.

Welchen Führerschein braucht man für ein Wohnmobil?

Glücklich können sich diejenigen schätzen, die ihren Führerschein vor der Reform im Jahre 1999 erworben haben. Mit dem grauen (ab 1982 rosa getönten) „Lappen“ dürfen Führerscheininhaber Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen Gesamtgewicht führen. Alle späteren Normal-Führerscheine gestatten nur noch Fahrzeugtypen bis zu 3,5 Tonnen Gewicht. Viele ältere Wohnmobil-Modelle sind jedoch größer, so dass der Fahrer vor dem Urlaub unter Umständen einen LKW-Führerschein erwerben muss. Zudem sind bei schwereren Fahrzeugen anderer Verkehrsregeln zu beachten.

Abbildung 2: Die richtige Ausrüstung ist ebenfalls sehr wichtig beim Camping.

Fazit

Einfach losfahren und frei sein – das können Camping-Neulinge am besten in einem wendigen Camping-Bus. Damit der Urlaub nicht in Stress ausartet, sollten sich Urlauber trotz aller Spontanität vorab ein paar Gedanken um die passende Ausrüstung machen.


Bildquellen: Abbildung 1: @ egorshitikov (CC0-Lizenz) / pixabay.com; Abbildung 2: @ Pexels (CC0-Lizenz) / pixabay.com