Oldtimer, Uhren & Co – lohnt sich die Luxus-Anlage?

Oldtimer steigern ihren Wert, sind jedoch mit Zusatzverpflichtungen verbunden

Geld ist in unserer Gesellschaft ein wichtiges Thema. Altersvorsorge und ein gewisses Guthaben auf dem Konto wünschen sich alle Bürger, wofür sie einiges tun und dabei gewisse Risiken eingehen. Versicherungen suggerieren ihnen eine hohe Sicherheit. Allerdings kommt es nicht selten zu ungeahnten Zwischenfällen oder nach Abschluss des Vertrages stellt sich heraus, dass sich das jahrelange Einzahlen überhaupt nicht lohnt. Ein Beispiel fernab der Versicherungen sind Ersparnisse auf dem Konto. Zinsen gibt es heutzutage fast keine mehr. Oft wird sogar eine Obergrenze für das zinswirksame Kapital festgelegt, die höchstens im niedrigen sechsstelligen Bereich liegt. Bei der aktuellen Marktlage ist also ist diese Variante des Sparens demnach ebenso wenig effektiv wie das Anhäufen von Geldscheinen unter dem Kissen oder in der Matratze.

Neue Möglichkeiten des effektiven Sparens bietet das Sammeln von seltenen Gütern wie Fahrzeugen. Natürlich geht es hierbei nicht um aktuelle Serienmodelle. Es sind die Oldtimer, deren Werte sich aufgrund ihres immer geringeren Vorkommens steigern. Oldtimer wie der amerikanische Chevrolet El Camino (1958 bis 1960 und 1964 bis 1987) sehen nicht nur schick aus, sie verfügen auch über vorwiegend mechanische Bauteile. Die aufwändige Bauweise und die zu damaligen Zeitpunkten innovativen Designs der zum Teil schnittigen Fahrzeuge brachten Coolness auf die Straßen und sorgen auch heute nicht selten für staunende Blicke. Auch deutsche Klassiker lassen sich – teilweise sogar online – erwerben. Auf Portalen wie Classic Trader kann man alte Autos (z.B. den Mercedes-Benz Pagode) kaufen und viele weitere alte Modelle entdecken.

Wer die Fahrzeuge auch reparieren kann, kauft Schnäppchenfahrzeuge und veräußert diese zu einem weitaus höheren Wert. Andere verfügen über eine Garage und lagern dort die Fahrzeuge. Als Altersvorsorge eignen sie sich nur bedingt – außer es liegen umfassende Versicherungen vor. Schließlich kann es zu Einbrüchen, zum Diebstahl, zu klimatischen Veränderungen, zur Entstehung von Roststellen und zu anderen Gründen für einen Wertverfall kommen. Außerdem sollten Besitzer mechanische Bauteile in Bewegung halten. Das Fahrzeug darf nicht nur in der Garage stehen, was weitere Kosten für den Halter verursacht.

Rolex & Co – eine sichere Anlage für die Zukunft?

Sie ist die Königin unter den Uhren und hat ihren Ursprung in der Schweiz. Im Unterschied zu vielen anderen Markenherstellern stammen die Teile einer Uhr von Rolex direkt aus dem eigenen Haus und entstehen nicht in Fabriken im Ausland. Die Uhren selbst weisen eine hohe Qualität auf, die Gehäuse sind robust und alle Modelle überzeugen durch ihre mechanischen Funktionsweisen. Rolex setzt weniger auf digitale Elemente als auf das traditionelle Handwerk von Uhrmachern. Fakten, die zur Wertstabilität beitragen. Trotzdem sagen günstige Uhren mit ähnlicher Technik den Luxus-Modellen den Kampf an. Neue Generationen legen immer weniger Wert auf jene Technik. Sie bevorzugen Einfachheit, Effizienz und schicke Designs.

Außerdem – und das ist der größte Grund für das Wanken der Designer-Uhren auf dem deutschen Markt – besitzt nahezu jeder Jugendliche ein Smartphone. Die wenigsten wachsen mit einer Armbanduhr auf, sodass diese auch im Erwachsenenalter kaum eine Rolle spielt und eher ein Hindernis darstellt. Für Rolex und andere Marken mit gleicher Qualität brechen schwere Zeiten an. Dennoch liegen die Preise für die Anschaffung auch in den kommenden Jahren deutlich höher als die Preise einer Durchschnittsuhr. Für die nächsten Jahrzehnte ist es jedoch schwer eine adäquate Prognose bezüglich der Preisentwicklung zu bieten.

Seltene Figuren und ihre Wertigkeit

Innerhalb der vergangenen Jahrzehnte spezialisierten sich viele Sammler auf Modellfahrzeuge und auch auf Figuren aus Überraschungseiern. Jede Figur aus dem Ei mit Spiel, Spaß und Spannung gehört einer bestimmten Serie an. Welche es ist, ermitteln die Käufer durch den Beipackzettel. Aufgrund von Unterschieden bei der Produktion sind dieselben Figuren verschiedener Eier jedoch gleicher Serien nicht identisch. Sie weisen minimale Unterschiede wie rote statt blaue Handschuhe oder eine matte statt einer glänzenden Oberfläche auf. Jene Feinheiten bestimmen den Preis. Besitzer einer seltenen Figur konnten in den 1990er- und in den folgenden Jahren für ihre Figur mehr als 1.000 Euro erhalten. Die Sammlergemeinde wuchs stetig an. Auf Flohmärkten oder im Internet organisierten sie sich und verkaufen noch heute besonders seltene Figuren wie den Kobold Pumuckl mit Regenschirm.

Heutzutage ist der Sammlerkreis deutlich kleiner. Da die Nachfrage das Angebot bestimmt, liegen auch die Verkaufswerte niedriger als zu früheren Zeiten. So bleiben die Figuren in den Sammlervitrinen stehen. Binnen der kommenden Jahre verringert sich ihr Wert zunehmend, sodass sie im Idealfall jetzt in den Verkauf kommen. Eine Verlustrechnung ist es dennoch. Gleiches gilt für Sammler-Trucks, Münzen, Briefmarken, Sammeltassen und alte Postkarten. Feuerzeuge wie von Zippo liegen mittlerweile im Verkaufswert überwiegend deutlich unter dem Einkaufspreis. Das Geschäft lohnt sich nicht mehr. Interessanter sind Antiquitäten, Technik vergangener Jahre – Polyphone, Grammophone, Röhrenradios und wissenschaftliche Geräte früherer Zeiten. Dennoch: Für die Finanzierung der Rente eignen sich auch diese Geräte nicht und auch finanzielle Sicherheit ist mit ihnen nur selten zu erzielen.

Designer-Kleidung und Gold

Gold regiert die Welt und ist auch in den kommenden Jahren gefragt

Designer-Mode und Edelmetalle und Gold haben eine enge Verbindung zueinander. Sie sehen beide sehr schön aus und sind nicht unbegrenzt verfügbar. Aktuell bietet sich der Verkauf von gebrauchten Kleidungsstücken und Accessoires von Prada, Gucci und ähnlichen Marken an. Ihre Namen lassen den Preis in die Höhe schießen. Doch aufgepasst! Nicht immer steckt die Marke auch in den Angeboten von Verkäufern auf dem Markt. Hier ist Sachkenntnis gefragt. Der Verkauf gestaltet sich über das Internet und Flohmarkt-Apps oder traditionell über Auktionsplattformen einfach. Für den Einkauf gibt es in diversen Second-hand Läden Bereiche mit Luxuswaren. Auch der Besuch von Umweltdiensten als Endbestimmungsort der Kleidungsstücke aus den in den Städten aufgestellten Containern lohnt sich.

Langfristiger und damit lukrativer erscheint die Anschaffung von Goldbarren. Der Wert des Goldes unterliegt jedoch starken Schwankungen. Das liegt auch an seiner Seltenheit, denn die Gesamtheit des gefundenen Goldes liegt bei einem Volumen von 8.000 m³ und entspricht damit einem Würfel mit einer Seitenlänge von 20 m. Nicht immer wird gleich viel Gold benötigt. Angebot und Nachfrage verändern sich kontinuierlich. Über die Jahre gesehen ist der Ankauf von Gold aber eine meist stabile Wertanlage.


Quelle: Bild 1: https://pixabay.com/de/oldtimer-cabrio-rot-tachometer-1544342 ; Bild 2: https://pixabay.com/de/gold-ingots-golden-schatz-513062


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