Neuerungen in der Spielebranche. Das kommt noch dieses Jahr

Experte Markus Malti äußert sich in einem Interview zu Neuerungen in der Spielbranche. Grund genug mehr über Markus Malti zu erfahren – und einen Blick auf weitere Neuerungen der Spielbranche zu werden.

Markus Malti begann seine Karriere bei der RTL Media Group und bei SEGA

Wer sich über Markus Malti informiert, erfährt schnell: Bei der RTL Media Group und bei SEGA hat Markus Malti seine Karriere begonnen. Die Spiele-Konsole Dreamcast hat er einst in Europa eingeführt und vermarktet. Allerdings liegt das bereits einige Jahre zurück. Seit über sieben Jahren schon geht er einer anderen beruflichen Intention nach: Er gründet Firmen, die seine Profession in punkto Ad-Tech, also Advertising Technologies, weitertragen sollen. Markus Maltis Unternehmen, Covus, existiert bereits seit 2003. Seit 2012 agiert Markus Maltis „Covus Venture“ unter eben diesem Namen. Was Markus Malti in punkto Neukundengewinnung in der Ad-Tech-Branche erreicht hat, könnte auch einen Einfluss auf die Spiele-Produzenten bzw. auf die Werbekampagnen von ihnen haben. Bevor der Fokus zu den Neuerungen in der Spielbranche schwenkt, folgt nun ein kleiner Abriss der Intention, die Markus Malti verfolgt hat – und sicherlich auch weiter verfolgen wird.

Diese Ansätze verfolgte Markus Malti – und das wird vermutlich auch so bleiben

Produkte verändern sich. Die Sicht derjenigen, die Werbung schalten, bleibt hingegen beständig.  Markus Malti benutzt den Fachbegriff „Advertiser“. Und aus deren Sicht geht es nur darum: Die Akquisekosten, um den Kunden zu akquirieren, müssen niedriger ausfallen als der Deckungsbeitrag seitens des Kunden. Was abstrakt klingt, heißt für Markus Malti: Ein Investment in den Kunden ist dann wertig und sinnvoll, wenn es günstiger ist als das, was der Kunde einbringt.

Dieser grundsätzliche Ansatz galt für Markus Malti bereits in der Vergangenheit und wird auch in der Zukunft Bestand haben – egal ob aus Spielekonsolen Browser-Games wurden oder nun Smartphones und mobile Applikationen der Renner sind. Hinzu kommen neue „Universen“, wie Markus Malti die sozialen Netzwerk-Riesen bezeichnet. Trotz neuer Entwicklungen – in China dominiert eine europäische Unbekannte „WeChat“ den Markt – setzt Markus Malti auf eine Nische: den Long-Tail-Markt. Sein erklärtes Ziel: Der Long-Tail-Markt soll für Werbetreibende günstiger, skalierbarer und effektiver werden.

Markus Maltis Blick in die Zukunft sieht so aus

Header-Bidding wird kommen, prognostiziert der Ad-Profi. Was sich dahinter verbirgt, wird im Online-Markting-Lexikon so erklärt: „Header Bidding beschreibt eine Sell-Side-Technologie, die es Publishern ermöglicht Ad Impressions auf mehreren Werbemarktplätzen (Ad Exchanges, SSPs, Ad Networks) gleichzeitig anzubieten. Damit ist Header Bidding der Gegenentwurf zum klassischen Wasserfall-Modell, bei welchem verschiedene Werbemarktplätze der Reihe nach hintereinander geschaltet werden.“ Der Anzeigen-Markt wird sich künftig noch facettenreicher gestalten: Video Ads, Native Ads, Playbale Ads, Re-engagement und Re-targeting Ads werden das Netz dominieren. Mit einer entsprechenden Hardware wäre es sogar möglich Augmented Reality Apps am Markt zu platzieren. So lautet zumindest die Vision von Markus Malti.

Die Spielebranche im Jahr 2018

Wird die Playstation 4 Pro Ende 2018 weniger als 300 Euro kosten? 21 Experten glauben daran. 24 nicht. Abbildung 3: Wir die XBox One X Ende 2018 weniger als 400 Euro kosten? 35 stimmten für ja, zehn dagegen.

Inwiefern die Lehren von oder gar die jüngsten Entwicklungen rund um Markus Malti Einfluss auf die Entwicklungen in der Spielebranche haben, ist aktuell unklar. Deutlich spannender ist hingegen das Bild, das sich mit Blick auf die Spielebranche 2018 zeigt: Neu ist „game“. Das ist zwar kein Spiel, das den User erfreut, aber etwas, was die Branche bewegt. Unter dem Namen „game – Verband der deutschen Games-Branche“ haben sich die Verbände GAME, der Bundesverband der deutschen Games-Branche e.V., und BIU, der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware, zusammengeschlossen.

Die Redaktion der GamesWirtschaft hat darüber hinaus Experten der Branche befragt, was das Jahr 2018 bringen wird. Die Vorhersagen von insgesamt 53 Befragten hat die Redaktion in einer eindrucksvollen Grafik zusammengefasst. Einige Details daraus liefert die folgende Aufstellung:

  • Hardware. Die Xbox One X wird für weniger als 400 Euro zu haben sein. 35 der Befragten glauben daran. Zehn nicht. Die Playstation 4 Pro soll weniger als 300 Euro kosten. 21 der Befragten unterschrieben diese These. 24 nicht. Der Hersteller Sony wird den Nachfolger der PlayStation 4 ankündigen. Nur 12 Befragte glaubten daran. 31 nicht.
  • Software. Der These, dass ein Nintendo-Switch-Spiel erstmals 500.000 Mal in Deutschland verkauft werden könnte, stimmten 32 zu. 15 glaubten nicht dran. Dass mindestens ein PC-, Switch-, Xbox-One- oder PS4-Spiel made in Germany mehr als 100.000 Mal in Deutschland verkauft werden könnte, daran glaubten 32 Befragte. 18 nicht. Mindestens eine Killer-App für VR-System erwarten lediglich sieben Branchenkenner. 40 glauben nicht daran.

Auf die Frage, was die Spielebranche im Jahr 2018 bewegen wird, wird auch Markus Maltis Grundansatz Einfluss nehmen: Dort, wo Ads platziert werden, werden Umsätze fließen. Die Frage ist nur, in welchem Bereich der facettenreichen Advertising Technologie dies passieren wird.


Abbildung 1: pixabay.com © typographyimages (CC0 Public Domain), Abbildung 2: pixabay.com © VanDulti (CC0 Public Domain), Abbildung 3: pixabay.com © janeb13 (CC0 Public Domain)


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