Mit Vitamin C und Vitamin D gegen die Herbst-Erkältung

Der Herbst ist die Zeit der leuchtenden Farben, die vor allem in Parks und in der freien Natur auf den wachen Beobachter warten. Doch diese fast schon romantisch anmutende Stimmung wird nur allzu häufig von einem bösen Manko des Herbstes überschattet: Nachdem die Temperaturen nur schwer einschätzbar sind, die Sonne samt strahlend blauem Himmel nach draußen lockt und die ausgewählte Jacke dann doch zu dünn ist, ist es auch schon passiert: Der Spaziergänger hat sich verkühlt. Das ist nämlich auch ganz typisch für den Herbst: Es ist die Zeit der Erkältungen. Welcher Vitamincocktail hilft, um die Erkältungsmonate gut zu überbrücken, ist schnell erklärt: Es sind die Vitamine C und D, die beispielsweise in diesen Erkältungstrunks zur Herbstdosis werden sollten. Wie viel davon nötig ist und, was präventiv hilft, verrät der folgende Ratgeber.

Die Mikronährstoffmedizin dient der Vorbeugung – ähnlich wie der Vitamin-Cocktail

Um der Herbst-Erkältung möglichst präventiv entgegen zu schreiten, hat der VitaminDoctor diesen Rat parat: „Mikronährstoffmediziner empfehlen meist ein Mikronährstoffpräparat, das alle wichtigen Vitamine und Mineralstoffe für das Immunsystem enthält, zum Beispiel Vitamin C, Vitamin D und Zink. Auch schleimlösende und entzündungshemmende Substanzen und natürliche Enzyme sind bei der Behandlung einer Erkältung sinnvoll: Sie sorgen dafür, dass Beschwerden abklingen.“

Was die einzelnen Bausteine bedeuten, zeigt dieser Blick ins Detail:

Vitamin C hilft dem Körper aktiv bei der Abwehr von Krankheitserregern

So wirkt Vitamin C: Vitamin C ist seit jeher das aktivste Vitamin in der Immunabwehr. Vitamin C setzt viel daran, die körpereigene Abwehr möglichst lange aufrecht zu erhalten. Auch kann Vitamin C insofern steuernd eingreifen, dass es die Abwehrzellen des Körpers dazu überredet, an den Entzündungsherd zu kommen. So können die Viren, die beispielsweise im Rachenraum drohen eine Erkältung auszulösen, auch eben dort bekämpft werden.

So viel Vitamin C sollte es sein: 1.000 bis 6.000 Milligramm Vitamin C täglich sollte ein Mensch aufnehmen, um eine Erkältung, die sich bereits im Körper befindet, schnell wieder loszuwerden. Fünf bis sieben Tage dauert eine Mikronährstofftherapie in der Regel.

Das pusht den Vitamin C-Gehalt im Körper: Wer an Vitamin C denkt, der denkt sicherlich auch an Zitrusfrüchte und das vollkommen zu Recht. Orangen und Zitronen sind der Klassiker der Vitamin-C-Sponsoren. Allerdings ist es mitunter recht schwer allein durch den Konsum von Zitrusfrüchten das Vitamin C-Depot aufzustocken. Um die empfohlene Tagesration zu erreicht, wären nämlich 200 Milliliter frisch gepresster Zitronensaft nötig. Einfacher wird das mit Blick auf diese Vitamin-C-Lieferanten: Paprika, Grünkohl, Acerola und Brokkoli sind wahre Vitamin-C-Bomben. Auch Hagebutte, Sanddorn, Guave und Johannisbeere sind wertvolle Vitamin C-Lieferanten. Eine Bildergalerie zu den weiteren Lebensmitteln mit dieser Wirkung hält die Apotheken-Umschau vor.

Vitamin D motiviert die Abwehr

So wirkt Vitamin D: Vitamin D motiviert die Abwehr. Die sogenannten Fresszellen fahnden im Körper nach Krankheitserregern und vernichten diese – idealerweise bevor die Krankheit ausbrechen kann. Auch wirkt Vitamin D motivierend auf sogenannten T-Zellen, die Bakterien und Viren zerstören.

So viel Vitamin D sollte es sein: 50 Mikrogramm Vitamin D am Tag gelten nach europäischen Richtlinien als empfohlene Maximaldosis am Tag. Vor allem ab Oktober wird es in mitteleuropäischen Ländern schwierig, Vitamin D aufzunehmen, denn die Sonne steht dann bis etwa März zu tief. Zwischen April und September ist die UVB-Strahlung hingegen stark genug, um die Vitamin D-Bildung unter der Haut anzustoßen.

Das pusht den Vitamin D-Gehalt im Körper: Hauptsächlich wird der Vitamin D-Speicher durch Bewegung in der Sonne aufgefüllt. Doch es gibt durchaus auch Lebensmittel, die sich – laut Netdoktor – positiv auf den Vitamin D-Gehalt im Körper auswirken. Schmelzkäse, Gouda und Emmentaler führen das Ranking der Vitamin D-haltigen Lebensmittel in der Kategorie Käse an. Mit Blick in die Fischtheke sind es der Hering, der Aal und der Lachs, die besonders hohe Vitamin D-Werte aufweisen.

Zink ist ein bewährter Erkältungsschutz

So wirkt Zink: Viele Nahrungsergänzungsmittel, die der Erkältungsprävention dienen oder einem Infekt vorbeugen sollen, kombinieren zum Vitamin C Zink. Zink agiert als Schutzfilm. Es schützt vor Entzündungen und Schäden jeglicher Art. Zudem fungiert Zink als Antriebsfeder der Immunzellen und verhindert, dass sich Bakterien und Viren im Körper ausbreiten können. Ist die Erkältung bereits ausgebrochen, hilft Zink dabei, eine schnellere Heilung herbeizuführen. Auch die Symptome des Effekts können milder ausfallen.

So viel Zink sollte es sein: Ist die Erkältung bereist ausgebrochen, empfehlen Experten, 75 bis 100 Milligramm Zink täglich zu sich zu nehmen. Diese Richtwerte beziehen sich auf den Bedarf von Erwachsenen. Präventiv verabreicht gilt der Richtwert von 5 bis 15 Milligramm täglich, um einem Infekt vorzubeugen. Die individuellen Richtwerte orientieren sich immer auch am Alter des Patienten.

Das pusht den Zink-Gehalt im Körper: Wer auch ohne nahenden Infekt einen stabilen Zinkhaushalt im Körper provozieren möchte, sollte auf diese Zink-Lieferanten setzen: Hülsenfrüchte, Rindfleisch, Quinoa, Garnelen, Vollkornprodukte, Emmentaler, Austern, Kichererbsen, Sonnenblumenkerne und Walnüsse.


Bild: unsplash.com @Remy Loz


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