Mit diesen Energiespartipps kann jeder zum Klimaschutz beitragen und den eigenen Geldbeutel schonen

Der eigene Energieverbrauch birgt oft hohes Potenzial für Einsparungen.

Zum Klimaschutz beitragen kann jeder: Ein deutscher Bürger produziert etwa sechs Mal so viel CO2 wie ein Bürger aus Indien, bereits kleine Einsparungen tragen damit erheblich zum Klimaschutz bei, denn: Der Großteil der Energie wird trotz des kontinuierlich steigenden Anteils erneuerbarer Energien am Energiemix (von ca. 10 % im Jahr 2008 auf knapp 20 % im Jahr 2015) nach wie vor über fossile Energieträger gewonnen, die den Co2-Haushalt besonders beeinflussen. Über 600 Gramm CO2 emittiert der herkömmliche deutsche Strommix je kWh.

Jeder Einzelne kann dabei in seinen eigenen vier Wänden ein Beitrag dazu leisten. Besonders einfach: Das Stromsparen im eigenen Haushalt – das schont nicht nur das Klima, sondern auch den eigenen Geldbeutel.

Der durchschnittliche Stromverbrauch in Deutschland liegt bei ca. 1.770 kWh, wobei es deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern gibt: Während die Menschen in Thüringen mit 1.424 kWh besonders sparsam leben, dicht gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt, benötigen die Menschen im westlichen Saarland mit 2.090 kWh besonders viel Energie pro Kopf.  Das Ziel eines jeden Einzelnen sollte sein, den Durchschnittswert zu unterbieten:

  • in einem Ein-Personen-Haushalt weniger als 1.500 kWh
  • in einem Zwei-Personen-Haushalt weniger als 2.500 kWh
  • als Sechs-Personen-Haushalt weniger als 6.200 kWh

Deutschland liegt damit mit dem Stromverbrauch in Europa unter den Top Ten, verbraucht aber weniger als die Hälfte der Energie von finnischen, schwedischen und luxemburgischen Haushalten.

Wo der eigene Verbrauch angesiedelt ist, lässt sich relativ einfach über den Stromzähler ermitteln. Am besten erfolgt das Ablesen monatlich, so haben Sie einen Überblick über den Verbrauch im Verlauf eines Jahres. Nur wer seinen Verbrauch kennt – am besten auch den der einzelnen Geräte – kann ermitteln, wo das Einsparpotenzial liegt.

Wofür wird Strom in Deutschland verbraucht?

Viele Faktoren haben Einfluss auf den durchschnittlichen Stromverbrauch in einem Haushalt:

  • Anschaffung elektrischer Neugeräte
  • Umzug
  • Jahreszeit und Witterung
  • Freizeitverhalten
  • Stromfresser im Stand-By-Modus
  • Nutzung zusätzlicher Räume mit Stromanschluss, wie Garage, Keller

Kalte Winter wirken sich stärker auf den Stromverbrauch aus als ein milder Winter, der weniger Heizkosten verursacht. Menschen, die in ihrer Freizeit viel Fernsehen, benötigen mehr Strom als Leseratten. Bundesweit ist der Stromverbrauch jedoch durchschnittlich wie folgt verteilt:

  • 25 % fallen für TV, Audio und Büro an,
  • 16 % Kühl- und Gefrierschrank
  • je 14 % für Waschen und Trocknen sowie für den sonstigen Bedarf im Haus
  • 13 % für die Warmwasserbereitung
  • 10 % für das Kochen
  • 8 % für Licht

Energieklassen der Elektrogeräte beachten

Beim Kauf von Elektrogeräten hilft es, auf die angegebene Effizienzklasse zu achten. Auf dem Markt erhältlich sind die Klassen A bis G, einige Produkte dürfen inzwischen nur noch ab der Klasse A verkauft werden. Besonders sparsam arbeiten Geräte mit den Klassen A+ bis A+++. Ein Austausch eines Kühlschrankes mit der Klasse B gegen ein Gerät mit Klasse A+++ spart jährlich bis zu 74 Euro in einem Vier-Personen-Haushalt ein. Das Label gibt neben der Energieklasse auch Auskunft übe den jährlichen Wasser-, Energieverbrau in kWh sowie die Schleuderwirkung und Geräuschentwicklung (bei Waschmaschinen) und ist damit ein geeigneter Indikator beim Vergleich verschiedener Geräte. Eine Kennzeichnungspflicht gibt es derzeit für die folgenden Geräte:

  • Kühlgeräte, Gefriergeräte und deren Kombinationen
  • Waschmaschinen, Wäschetrockner und deren Kombinationen
  • Geschirrspüler
  • Elektroherde
  • Fernseher
  • Lampen
  • Klimageräte

Geräte ohne Akku

Geräte, die direkt mit einem Netzanschluss an der Steckdose hängen, verbrauchen wesentlich weniger Energie als Akku-betriebene Geräte. Auch wenn es weniger komfortabel erscheinen mag: Telefon, Rasierapparat und die Zahnbürste funktionieren im Kabelbetrieb energieeffizienter.

Vermeiden von Stand-by

Viele Geräte hängen dauerhaft an der Steckdose und befinden sich auch bei Nichtgebrauch so im Stand-by-Modus. Damit verbrauchen sie permanent Strom, der bares Geld kostet. Ziehen Sie Ladegeräte nach der Nutzung aus der Steckdose, schalten Sie den Fernseher vor dem Zu-Bett-Gehen abends komplett aus und fahren Sie das Notebook herunter, wenn eine Pause ansteht, die eine halbe Stunde übersteigt. Bereits bei fünf Geräten mit einer Stand-by-Leistung von 10 W lassen sich so jährlich in einem Vier-Personen-Haushalt bis zu 100 Euro einsparen. Das geht besonders einfach mit Steckerleisten, die einen Netzschalter haben.

Eine Alternative sind sogenannte Master-Slave-Steckdosen. Schalten Sie ein Hauptgerät (Master, z. B. en Notebook) ab, trennt die Steckdose automatisch alle damit verbundenen Geräte (Slaves, z. B. Drucker, Lautsprecherboxen) vom Strom.

E-Herd richtig nutzen

Ein oft weitergegebener Tipp, der trotzdem gerne vergessen wird – Ohne Deckel geht beim Kochen viel Energie verloren

Das Kochen mit Deckel spart rund ein Drittel der Gesamtenergie ein. Bei fünf Kochvorgängen je Woche, in denen der Deckel zum Einsatz kommt, lassen sich so 46 Euro in einem Vier-Personen-Haushalt sparen.

Ob Deckel oder ohne: Das Nudelwasser lässt sich mit dem Wasserkocher schneller und energieeffizienter erhitzen als auf dem Herd. Bei einem Liter Wasser je Tag lassen sich durch den Wasserkocher-Gebrauch so 40 Euro jährlich sparen. Dabei nur so viel Wasser einfüllen, wie benötigt, damit das Gerät keine Energie für das Erhitzen des überschüssigen Wassers verschwendet. Qualitativ hochwertige Kocher schalten sich dabei sofort nach dem Kochen ab, minderwertige häufig erst nach einer Minute. Auch das verschwendet Energie.

Für das Kochen von Eiern empfiehlt sich ein Eierkocher, gleiches gilt für das Kaffeekochen. Eine Kaffeemaschine und der Eierkocher verbrauchen ca. 40 % weniger Energie als das Nutzen des Herdes.

Auch die Wahl der passenden Herdplatte trägt zum Energiesparen bei: Ist der Topf wesentlich kleiner als die Platte, geht viel Energie verloren. Der Boden des Topfes sollte eben sein, die Verwendung von Schnellkochtöpfen spart Zeit und Energie.

Das Vorheizen des Backofens verschwendet Energie. Nutzen Sie den Ofen deshalb ohne Vorheizen direkt.

Beim Kochvorgang kann außerdem die Restwärme zum Fertigkochen genutzt werden: Schalten Sie die Herdplatte schon einige Minuten vorher aus – die Hitze, die sie vor dem Auskühlen weiterhin abstrahlt, reicht aus, um das Essen fertig zu garen.

Noch besser als ein E-Herd ist die Anschaffung eines Gasherdes. Dieser verbraucht nur etwa die Hälfte an Primärenergie und hat den Vorteil, sofort Wärme zu erzeugen. Herdplatten von E-Herden hingegen müssen erst aufheizen, zudem muss Strom erst unter hohem Energieaufwand aus anderen Energieträgern gewonnen werden.

Rund um den Kühlschrank

Gute Organisation des Kühlschranks spart Zeit und vor allem Energie

Der Kühlschrank ist neben der Waschmaschine und der Warmwasserbereitung einer der größten Energiefresser im Haushalt. Entsprechend ist es eventuell sinnvoll, ein Altgerät gegen ein Produkt mit der Energieeffizienzklasse A+++ auszutauschen. Darüber hinaus gibt es weitere Möglichkeiten, um rund um den Kühlschrank Strom zu sparen:

  • Der Standort ist am günstigsten an einem kühlen Ort gewählt – nicht neben Heizkörper, Herd oder Geschirrspüler.  Gefrierschränke sind im Keller am besten aufgehoben.
  • Der Kühlschrank muss nicht auf 2 Grad herunterkühlen. Die optimale Kühlung von Lebensmitteln liegt bei 6-7 Grad, beim Gefrierschrank bei -18°C. Jedes Grad, das der Kühlschrank weniger kühlen muss, spart ca. 4 % Strom.
  • Ordnung im Kühlschrank hilft dabei, dass die Tür jeweils nur kurz geöffnet werden muss – die Innentemperatur steigt nur geringfügig an, das Nachkühlen geht schneller vonstatten.
  • Kaputte Dichtungen umgehend austauschen.
  • Lebensmittel verpackt in das Gefrierfach legen. So geben sie weniger Feuchtigkeit ab, die Eisbildung ist geringer, das Abtauen seltener notwendig.
  • Tauen Sie den Gefrierschrank regelmäßig ab. Bereits eine dünne Eisschicht erhöht den Energieaufwand für die Kühlung erheblich.
  • Die Größe des Kühlschranks sollte zum Bedarf passen. Ein großer Kühlschrank verbraucht mehr Energie als ein kleiner, auch ein nicht genutztes Gefrierfach frisst Strom.
  • Bei einem längeren Urlaub lohnt es sich, den Kühlschrank auszuschalten. Achtung: Die Tür offenstehen lassen, ansonsten bildet sich Schimmel im Innenraum.

Nicht zu hohe Temperaturen beim Waschen

Auch bei der Waschmaschine gilt: Eventuell ist es sinnvoll, die alte Waschmaschine gegen eine neue zu ersetzen. Die Neue verbraucht weniger Wasser und arbeitet stromsparender. Energiesparprogramme und Kurzwäsche schonen den Geldbeutel weiter.

Dank moderner Waschmittel wird die Wäsche auch ohne Vorwäsche und in der Regel bereits bei 40 Grad sauber – Koch- und Vorwäsche sind überflüssig und kosten nur überflüssige Energie.

Wäsche trocknet auch an der frischen Luft. Wäschetrockner sind wahre Energieverschwender. Haben Sie den Platz für einen Wäscheständer, hängen Sie Wäsche auf diesen, anstatt einen Trockner zu nutzen. Das Einsparpotenzial bei 160 Waschgängen pro Jahr bei 40 statt 60 Grad und Verzicht auf Vorwäsche und Trockner: 110 Euro.

Übrigens: Es gibt bei einigen Modellen die Möglichkeit, die Waschmaschine direkt an einen Warmwasseranschluss anzuschließen, sodass das Gerät keinen zusätzlichen Strom für die Wassererwärmung benötigt. Das führt zu Einsparungen bei den Stromkosten von 20 bis 25 % bei jedem Waschgang. Im Optimalfall haben Sie eine Solarthermieanlage, dann ist die Einsparung sogar doppelt so hoch.

Geschirr spülen lassen

Das Spülen von Geschirr mit der Hand kostet nicht nur Zeit, sondern auch Energie und verbraucht mehr Wasser als moderne Geschirrspüler. Für jeden Spülvorgang muss Wasser erhitzt werden – besonders viel bei Personen, die unter fließendem Wasser spülen. Ein Geschirrspüler – im Optimalfall mit einer Energieeffizienzklasse A+++ – schafft Abhilfe. Dabei gilt: Spülmaschine vor dem Betrieb vollladen, Geschirr nicht vorspülen und möglichst das Sparprogramm nutzen. Das braucht zwar etwas länger, kommt aber mit weniger Wasser aus.

Richtig lüften

Gerade in der kalten Jahreszeit trägt ein dauerhaft gekipptes Fenster dazu bei, dass Räume komplett auskühlen. Gleichzeitig ist der Luftaustausch nur gering. Besser ist es, das Fenster alle paar Stunden für einige Minuten komplett zu öffnen – bestenfalls in verschiedenen Räumen gleichzeitig, sodass der Durchzug für einen möglichst hohen Luftaustausch sorgt. Hier sind Einsparungen von 180 Euro im Vergleich zu dauerhaft gekippten Fenstern möglich.

Wichtig dabei: Die Heizungen in der Zeit des Lüftens herunterdrehen. Ansonsten geht viel Energie verloren, wenn die Thermostate versuchen, die kalte Luft durch besonders hohe Leistungen auszugleichen.

Richtige Lüften hilft zu sparen.

Richtig heizen

Zusätzliche Energie lässt sich bei Heizungen durch das Anbringen moderner Thermostate sparen, die sich programmieren lassen. Damit ist es möglich, die Heizungsaktivität auf einen kurzen Zeitraum zu programmieren. So kann zu bestimmten Zeiten beispielsweise vor dem Feierabend eine besonders angenehme Temperatur sichergestellt werden. Durch eine Nachtabsenkung wird Energie nur verbrannt, wann dies wirklich notwendig ist.

Es muss auch nicht jeder Raum gleich warm sein: Während es im Bad 23 Grad sein dürfen und sich auch Kinder über Temperaturen von 22 Grad freuen, reichen im Wohnzimmer 20 Grad für ein angenehmes Raumgefühl in der Regel aus. In der Küche und im Schlafzimmer genügen sogar schon 15 bis 16 Grad. Unter 12-15 Grad sollte die Raumtemperatur jedoch nicht fallen. Fahren Sie im Winter in den Urlaub, achten Sie darauf, dass die Heizung gegebenenfalls auf kleiner Stufe angeschaltet ist, um kein allzu großes Abkühlen herbeizuführen. Dennoch: Bei einer Absenkung der Raumtemperatur um nur ein Grad, lassen sich 5-10 Prozent der Gesamtheizkosten einsparen – und damit bares Geld.

Ein regelmäßiges Entlüften der Heizkörper trägt dazu bei, dass die Effizienz erhalten bleibt. Jeder Lufteinschluss im Heizsystem kostet zusätzliche Energie.

Notebook statt PC

Inzwischen hat das Notebook in zahlreichen Haushalten den Desktop-PC bereits verdrängt. aus energetischer Sicht auch vollkommen zurecht: Ein Notebook benötigt im Durchschnitt jährlich etwa 120 kg weniger CO2 als ein PC, der große Bruder verbraucht im Standard-Betrieb 200 Watt und mehr, wenn ein Notebook mit ca. 30 Watt auskommt. Das Einsparpotenzial liegt bei 55 Euro jährlich. Weitere Vorteile: Der Laptop lässt sich auch unterwegs nutzen.

Die Wahl des passenden Fernsehers

Der Trend geht zu Geräten mit einer immer größeren Bildschirmdiagonale. Diese ist ein Hauptenergieverbraucher bei Fernsehgeräten: Je größer das Bild, desto höher der Stromverbrauch. Plasmafernseher benötigen zudem wesentlich mehr Energie als ein LED-Fernseher, wobei beide Vorteile gegenüber alten Röhrenfernsehern aufweisen. Vielseher sollten bei der Anschaffung eines neuen Geräts unbedingt auf die Energieeffizienzklasse achten und sich überlegen, ob nicht vielleicht eine kleinere Bildschirmgröße ausreicht.

Auf die Klimaanlage verzichten

In Deutschland haben Klimaanlagen noch nicht Einzug in jeden Haushalt gehalten, wie es beispielsweise in den USA der Fall ist. Das ist auch gut so, denn Klimaanlagen sind wahre Stromfresser. Der Betrieb einer Klimaanlage verursacht nicht nur jede Menge CO2, sondern bei einem Betrieb von nur 30 Tagen je acht Stunden im Jahr Stromkosten von 75 Euro.

Alternativen schafft eine natürliche Abkühlung: Tagsüber Fenster und Jalousien geschlossen halten, dann dringt die Wärme nicht in das Haus ein. Abends die Fenster öffnen, um die kühle Nachtluft zum Lüften zu nutzen. Auch Ventilatoren tragen zur Abkühlung bei und senken ebenso wie Pflanzen die gefühlte Raumtemperatur.

Energiesparlampen nutzen

Energiesparlampen und LED-Leuchten sparen im Vergleich zu klassischen Glühbirnen und Halogenleuchten zwischen 70 und 85 Prozent der Energiekosten. Beide sind zwar etwas teurer in der Anschaffung, jedoch rechnet sich diese bereits nach kurzer Betriebsdauer. Zudem ist die Lebensdauer von Energiesparlampen und LEDs weitaus höher.

Neben der Wahl der richtigen Leuchten gilt: Licht aus! Räume, in denen sich niemand aufhält, müssen nicht hell erleuchtet sein.

Unverzichtbar, Energiesparlampen

Wasserverbrauch senken spart Stromkosten

Rund jeder vierte Liter des täglichen Wasserverbrauchs ist Warmwasser direkt aus dem Wasserhahn. Ein Großteil davon geht für die Körperpflege drauf. Um dieses zu erhitzen wird Strom benötigt – und das nicht zu knapp. Moderne elektrische Durchlauferhitzer arbeiten effizient und bieten die Möglichkeit, die Temperatur aufs Grad genau einzustellen. So reichen in der Regel 45 Grad für die Küche und knapp 40 Grad für das Bad vollkommen aus. Kurze Wege vom Durchlauferhitzer zum Wasserhahn sparen zusätzlich Energie.

Beim Duschen und Zähneputzen muss das Wasser eventuell auch nicht durchgängig laufen, sondern kann zwischendurch ausgeschaltet werden. Hände werden auch mit kaltem Wasser sauber und vielleicht reicht manchmal auch die Dusche anstelle eines Vollbades? Bereits kleine Verhaltensänderungen tragen dazu bei, viel Energie bei der Warmwassernutzung zu sparen.

Eigenheimbesitzer sollten auch überprüfen, ob der Heizkessel das Optimum darstellt. Alte Geräte sind wesentlich schlechter gedämmt und haben damit meist große Wärmeverluste. Auch ungedämmte Leitungen erhöhen den Energiebedarf durch Wärmeverluste. Und nicht zuletzt ist der Dauerbetrieb des Heizkessels an sich entscheidend beim Stromverbrauch: Der Kessel heizt das Wasser permanent auf eine bestimmte Temperatur auf. Möglicherweise ist jedoch ein zeitweises Abschalten des Kessels sinnvoll.

Die Wahl des Stromanbieters

Natürlich trägt auch der Stromanbieter wesentlich zu den Kosten bei. Es lohnt sich, diesen in regelmäßigen Abständen zu vergleichen. Dabei sollten unbedingt auch Anbieter von Ökostrom berücksichtigt werden. Diese sind inzwischen nicht selten kostengünstiger als klassische Anbieter – und tragen ganz nebenbei zum Klimaschutz bei.

Stromfressern auf die Spur kommen

Das weit verbreitete Problem: Woher sollen Sie wissen, wie hoch das Einsparpotenzial tatsächlich ist, wenn der eigene Energieverbrauch komplett unbekannt ist? Um diesen zu ermitteln, gibt es inzwischen mehrere Tools, Apps und Webseiten, die beim Ermitteln des Stromverbrauchs helfen:

  • Amphiro zeigt den Wasser- und Energieverbrauch unter der Dusche an und schafft so ein Bewusstsein dafür, wie viel Energie tatsächlich für die tägliche Reinigung notwendig ist.
  • greenpocket veranschaulicht und visualisiert die Verbrauchsdaten.
  • Econitor ist eine kostenlose Online-Software, die nicht nur den persönlichen Energieverbrauch, Energiekosten und die entstandenen CO2-Emissionen für ein Jahr, einen Monat, eine Woche, einen Tag oder eine einzelne Stunde zeigt, sondern gibt gleichzeitig Tipps zum Energiesparen.
  • tado hilft bei der automatischen Steuerung der Heizungstemperatur anhand von Tageszeit, Sonneneinstrahlung und dem eigenen Aufenthaltsort.

Neben digitalen Geräten, die dabei helfen, den Energieverbrauch zu ermitteln, gibt es Geräte, die den Einzelverbrauch von Fernseher & Co. ermitteln. Diese sind für Anschaffungskosten von 10–30 Euro erhältlich und werden zwischen Steckdose und das Haushaltsgerät geschaltet. Eine digitale Anzeige gibt den Stromverbrauch wieder. Haben Sie den Verbrauch aller Geräte ermittelt, lässt sich schnell das Einsparpotenzial bestimmen.

Fazit

Durch kleine Verhaltensänderungen und einfache Maßnahmen lässt sich im Haushalt jede Menge Energie sparen – und damit bares Geld. Wichtig ist nur, sich ein einziges Mal die Mühe zu machen, den tatsächlichen Verbrauch zu ermitteln, um das persönliche Einsparpotenzial auszumachen. Dies ist dank moderner digitaler Helfer jedoch ein Kinderspiel. Dem Beitrag zum Klimaschutz steht damit nichts im Wege.


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