Kreditvergleich und Angebotsauswahl

Ein Kredit und das damit verbundene Darlehen stellt eine tolle Möglichkeit dar um auch große Investitionen vorab zu ermöglich. Doch eine Bank oder andere Unternehmen geben Darlehen nicht aus reiner Nächstenliebe heraus. Das Geschäft mit dem Geldverleih blüht und wird bereits von jedem zweiten Deutschen in Anspruch genommen. Eine Studie zeigt, dass das Risiko für Verbraucher in der Weihnachtszeit besonders groß ist. Die Kosten für Kredite werden angehoben, denn die Anbieter wissen genau, dass Geld für Weihnachtsgeschenke und andere Beschaffungen benötigt werden. Geworben wird hier meist mit Besinnlichkeit und Zufriedenheit, in Wahrheit handelt es sich aber wohl eher um eine finanzielle Falle. Denn ein Kredit sollte immer wohlbedacht aufgenommen werden und niemals im Weihnachtsstress. Welche Gefahren beleben den Kredit-Dschungel und wie kann verglichen werden?

Billige Angebote mit Sorgfalt genießen

Qualität hat seinen Preis. Dieser Spruch kann auch auf das Angebot von Kredite umgelegt werden. Denn der günstigste Anbieter ist nicht immer der Beste. Viel zu oft fallen bei besonders günstigen Angeboten Kosten an, die vor Vertragsabschluss nicht klar ersichtlich waren. Aber auch Lockangebote mit Negativzins zählen zur Werbung der Anbieter. Um einen Kredit effektiv zu vergleichen, helfen Kredit-Vergleichsportale. Doch eine eigene Meinung sollte man sich dennoch bilden. Schließlich sind für die Aufnahme eines Kredits nicht nur die niedrigen Zinsen entscheidungsgebend. Um einen besseren Überblick über die verschiedenen Angebote zu bekommen, sollten diese deshalb nach verschiedenen Kriterien angeordnet werden. Neben dem effektiven Jahreszinssatz, kann auch auf die Höhe der monatlichen Raten, Rezensionen durch Kunden oder auf Auszeichnungen zurückgegriffen werden. Auch die Laufzeit und Flexibilität sind wichtige Rahmenbedingungen für einen Kredit.
Dabei sollte aber immer im Hinterkopf behalten werden, dass die Vergleiche so wie in der Werbung mit besten Konditionen durchgeführt werden. Je nach eigener Bonitätsstufe, Eigenkapital sowie beruflicher Umgebung, können die Konditionen bei Vertragsabschluss anders aussehen.

Kreditvergleich per Hand?

Kredite per Hand zu vergleichen, ist wahre Arbeit. Schneller und vor allem einfacher geht dies dank der Hilfe von Kreditrechnern und Vergleichsportalen. Wichtig ist es, hierbei ein vertrauenswürdiges und kompetentes Vergleichsportal auszuwählen, um ein unverfälschtes und nicht beeinflusstes Ergebnis zu erhalten. Um mit dem Vergleich beginnen zu können, müssen Eckdaten wie der Nettodarlehensbetrag, die Laufzeit und eventuell auch der Verwendungszweck angegeben werden.
Der effektive Jahreszins bietet den ersten Anhaltspunkt und berechnet sich aus der Kreditsumme, Zinssatz, monatliche Raten, der Laufzeit und aus zusätzlichen Gebühren. Doch auch der Verzugszinssatz oder Sonderkosten und Gebühren können einen Anhaltspunkt für ein interessantes Angebot darstellen. Die Option auf Sondertilgung, also eine schnellere Rückzahlung als die Laufzeit vorgibt, sollte unbedingt im neuen Kreditvertrag inkludiert sein. Will der Verbraucher die erstelle Angebotsliste überprüfen, kann zu einem Kreditrechner zurückgegriffen werden.

Vorsicht vor Spesen bei Verzug

Spätestens wenn das Geld doch einmal zu knapp wird und eine Rate nicht rechtzeitig beglichen werden kann stellt sich heraus, ob ein gutes Angebot gewählt wurde. Denn gerät der Verbraucher mit den Rückzahlungen in Verzug, sind weitere finanzielle Folgen nur schwer zu vermeiden. Ein Zahlungsverzug tritt ab der ersten Mahnung in Kraft und stellt für den Gläubiger eine Art Anspruch auf Schadensersatz dar. Die Höhe der Kosten für die Entschädigung wird vertraglich festgehalten. Diese Informationen sind als Kleingedrucktes im Kreditvertrag enthalten. Um die Spesen für den Verzug so gering wie möglich zu halten, sollte schnellstmöglich mit dem Gläubiger in Kontakt getreten werden. So können weitere Mahnungs- oder Anwaltskosten eventuell verhindert werden. Die dabei auftretenden Verzugszinsen müssen aber dennoch beglichen werden. Der Prozentsatz für die Verzugszinsen gibt grundsätzlich der Basiszinssatz mit Addition von weiteren fünf Prozentunkte an. Der Gläubiger besitzt allerdings einen gewissen Spielraum und kann diese Zinsen auch höher ansetzen. Die günstigste Möglichkeit ist es natürlich, einen Zahlungsverzug gar nicht erst auftreten zulassen. Sollte dieser aber dennoch zustande kommen, empfiehlt sich eine rasche und aktive Handlung.


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