Praktische Tipps, um die Kosten beim Girokonto senken

Abbildung 1: Aus ein paar Cent pro Position können im Verlauf eines Jahres ein paar Euro an Gebühren werden. Geld, das Kunden sparen können, wenn sie ihr Konto richtig wählen.

 

Praktische Tipps, um die Kosten beim Girokonto senken

Kontoführungsgebühren, Kreditkartengebühren oder die Kosten fürs Abheben von Geld – da kommt im Lauf der Zeit ein ganz schönes Sümmchen zusammen. Wer sein Girokonto so wählt, dass es zu seinem Nutzerverhalten passt, kann richtig Geld sparen. Gerade wenn die Zinsen so niedrig sind wie jetzt, ist das Sparen nämlich eine echte Herausforderung. Ärgerlich, wenn dann die Ersparnisse für die Gebühren wieder dahinschmelzen.

Kontoführungsgebühren – es gibt kaum noch Konten ohne

In den letzten zwei Jahren haben viele Banken angefangen, Gebühren für das Girokonto zu erheben oder sie haben die bereits zu zahlenden Gebühren erhöht. Sie versuchen auf diese Weise ihre Erträge zu optimieren, denn im Kreditgeschäft sind sie rückläufig durch die Niedrigzinsphase. Die wird laut Bankenverband noch eine Weile andauern.

Wer das Gefühl hat, dass er für sein Konto jeden Monat zu viel zahlt, sollte darüber nachdenken, die Bank zu wechseln. Damit es am Ende auch tatsächlich günstiger wird, lohnt es sich vor dem Wechsel, die Alternativen genau unter die Lupe zu nehmen. Manche Konten sind nur auf den ersten Blick günstiger. Im nachfolgenden Beitrag geht es um die Punkte, die gerne im Kleingedruckten verschwinden.

Kontoführungsgebühren ade

Die Kontoführungsgebühr bei vielen Banken, insbesondere bei den Filialbanken, ist meist der größte Kostenfaktor bei einem Girokonto. Doch es gibt auch noch die großen Ausnahmen, kostenlose Girokonten, die meistens von Direktbanken angeboten werden. Diese unterhalten kein teures Filialnetz und halten damit ihre eigenen Kosten gering. Bei Verivox können Interessierte kostenlos die Konditionen der verschiedenen Banken miteinander vergleichen.

Mindestumsätze können das Konto teuer machen

Einige Banken bieten kostenlose Girokonten an, allerdings sind die Konten erst gebührenfrei, wenn sie bestimmte Bedingungen erfüllen, wie beispielsweise Gehaltseingang, Mindestumsatz oder eine Mindestanzahl an Buchungen pro Monat. Sind diese Bedingungen nicht erfüllt, erhebt die Bank Gebühren.

Abbildung 2: Ein wichtiges Kriterium für die Auswahl der Bank ist das Automatennetz, sodass möglichst überall ein Automat für kostenlose Bargeldabhebungen in der Nähe ist.

 

Das Automatennetz für kostenlose Geldabhebungen

Ein wesentlicher Kostenfaktor sind Geldabhebungen an fremden Automaten. Denn bei der fremden Bank fallen immer Gebühren an. Ist das Automatennetz nur sehr dünn besetzt, stellt sich schnell die Frage, was günstiger ist: der Weg zum nächsten kostenlosen Automaten oder die Gebühren für den Fremdautomaten.

Am besten ist es natürlich, wenn Barabhebungen an fast jedem Automaten kostenfrei möglich sind. Einige Banken haben nur ein sehr kleines eigenes Automatennetz, wie beispielsweise die ING oder auch die DKB. Bei diesen Banken können Kunden nur sehr eingeschränkt kostenlos Bargeld mit der Girocard beziehen. Das gleichen die beiden Banken damit aus, dass Bargeldabhebungen mit der Kreditkarte kostenfrei sind.

Im Ausland Bargeld abheben

Bargeld kostenfrei auch im Ausland abheben zu können, ist für die Kunden interessant, die sich des Öfteren im Ausland aufhalten. Einige Banken bieten diesen Service ebenfalls kostenfrei an, allerdings nur bei Verwendung der Kreditkarte. Im EU-Ausland ist dies problemlos möglich. Im außereuropäischen Ausland kann eine Abhebegebühr anfallen, die die Bank erhebt, die den Automaten betreibt. Dies liegt allerdings nicht im Einflussbereich der deutschen Bank.

Über diese Gebühren sollten Kunden sich im Vorfeld gut informieren. Ansonsten kann es sehr teuer werden, Bargeld am Automaten zu abzuheben. Wer nur selten im Ausland Bargeld braucht, sollte sich vor der Reise genau bei der Bank informieren. Dazu hat das ZDF noch einige weitere Tipps parat, um die Kosten für Abhebungen im Ausland gering zu halten.

Abbildung 3: Für Kreditkarten verlangen die Banken teilweise hohe Gebühren.

 

Die Gebühren für die Kreditkarte

Die Preisspanne der Kreditkartengebühren, die deutsche Banken in Verbindung mit einem Girokonto herausgeben, ist sehr groß. Einige Banken bieten die Kreditkarte gratis zum Girokonto an, insbesondere wenn es sich um Guthaben-Kreditkarten handelt. Diese müssen vor der Verwendung erst aufgeladen werden. Das ist über das Girokonto schnell, einfach und kostenfrei möglich.

Spar-Tipp: Eine Kreditkarte muss nicht zwangsläufig vom selben Kreditinstitut sein wie das Girokonto. Diese können Kontoinhaber auch bei einer anderen Bank beantragen und das bestehende Girokonto als Referenzkonto verwenden.

Gebühren für Überweisungen

Einige Banken verlangen Gebühren für jede Überweisung. Das gilt insbesondere in dem Fall, wenn die Kunden die Überweisung in Papierform bei der Bankfiliale einreichen. Je nach Bank können auch für Überweisungen über das Online-Banking Gebühren entstehen. Selbst wenn die Gebühren nur sehr gering sind, kommt übers Jahr ein gewisser Betrag zusammen.

Rechenbeispiel: Eine Überweisung kostet 0,10 Euro. Das macht bei fünf Überweisungen im Monat ganze sechs Euro im Jahr. Ist das Girokonto komplett kostenlos, können Kunden sich auch diese Kleinstbeträge sparen.

Gebühren pro Buchung

Manche Banken verlangen für jede Buchung auf dem Konto eine gewisse Gebühr. Diese Gebühr wird fällig für Abbuchungen genauso wie für Gutschriften, also selbst für den Gehaltseingang oder das Einzahlen von Bargeld am Bankautomaten. Je nachdem wie viel Bewegung auf einem Konto ist, können dem Kontoinhaber damit erhebliche Kosten entstehen. Dabei räumen die meisten Geldinstitute den Kunden eine bestimmte Anzahl an kostenfreien Barumsätzen ein.

Bei Partnerkonten auf die Bedingungen achten

Häufig haben Paare ein Gemeinschaftskonto, über das die gemeinsamen Kosten für den Haushalt laufen. Ist das Girokonto ein Partnerkonto, sollte die zweite Girokarte unbedingt kostenfrei sein. Auch bei der zweiten Kreditkarte sollten keine zusätzlichen Gebühren anfallen. Im Idealfall ist auch die Kreditkarte kostenlos.

Vorsicht bei den Dispozinsen

In jedem Haushalt passiert manchmal etwas Unvorhergesehenes. Die Waschmaschine geht kaputt oder der Fernseher muss zur Reparatur. Nicht immer liegt das Geld für Reparatur oder Ersatzbeschaffung auf der hohen Kante. Da ist der finanzielle Spielraum schnell aufgebraucht und das Konto rutscht in den negativen Bereich, in den Dispokredit. Das ist normalerweise überhaupt kein Problem. Doch liegen bei dieser Kreditart die Zinsen sehr hoch, teilweise im zweistelligen Bereich oder nur knapp darunter. Auch hier gibt es große Unterschiede bei den Anbietern, die es zu vergleichen gilt.

Die Girokonto-Angebote genau begutachten

Wer sein Girokonto zu einer anderen Bank wechseln möchte, sollte sich die Konditionen und Gebühren sehr genau anschauen und Position für Position exakt miteinander vergleichen. Die Chancen stehen dabei gut, ein Girokonto zu finden, das genau auf die persönlichen Bedürfnisse passt und dabei auch noch kostenlos ist.

Abbildung 1: Pixabay © Goumbik (CC0 Public Domain)

Abbildung 2: Pixabay © peltierclem (CC0 Public Domain)

Abbildung 3: Pixabay © zhuwei06191973 (CC0 Public Domain)


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