Immobiliendarlehen

Immobiliendarlehen: So viel Eigenkapital ist sinnvoll

Wer eine Immobilie kaufen oder bauen möchte, kommt in den seltensten Fällen ohne einen Kredit aus. Je mehr Eigenkapital dabei mit eingebracht wird, umso günstiger fällt das Darlehen für den Kreditnehmer aus.

Neue Regelungen fallen flexibel aus

In der Vergangenheit galt für den Hauskauf oder Hausbau die Regel: Mindestens 20 bis 30 % der Kauf-/Bausumme sollte der Bauherr als Eigenkapital bei der Baufinanzierung mitbringen. Dies ist heutzutage hinfällig geworden. Die Banken präsentieren sich deutlich flexibler und gewähren auch entsprechende Darlehen, wenn deutlich weniger Kapital eingebracht werden kann.

Kaufnebenkosten durch Eigenkapital abdecken

Ein Immobilienkredit wird für den Erwerb beziehungsweise den Neubau eines Hauses oder einer Wohnung gewährt. Dabei orientiert sich die gewählte Bank am Marktwert sowie am Kaufpreis der Immobilie. Die Kaufnebenkosten, die dabei anfallen, müssen aber meist vom Kreditnehmer voll selbst finanziert werden. Zu den Kaufnebenkosten gehören beispielsweise die Maklerprovision, die Grunderwerbsteuer und die Grundbuchgebühren. Regionsabhängig machen diese Nebenkosten zwischen 9 und 15 % des Kaufpreises aus.

Auf Notfallrücklagen nicht verzichten

Nicht selten kommen beim Bau oder bei der Renovierung unerwartete Kosten auf den Bauherren zu. Für diesen Fall ist es ratsam, einige Tausend Euro als Notfallrücklage in der Hinterhand zu haben: Experten empfehlen hierfür etwa die Höhe von drei Monatsgehältern (netto). So können überraschend auftretende Zusatzkosten problemlos gemeistert werden, ohne dass erneut eine Finanzierung erforderlich ist.

Zinsen effektiv reduzieren mit Eigenkapital

Je weniger Kapital ein Kreditnehmer mitbringen, umso größer fällt das Risiko für die Bank aus. Dadurch steigt auch die Höhe der Zinsen, denn die Bank ist bemüht, ihr Risiko möglichst gering zu halten. Wer also einen Großteil der Darlehenssumme leihen möchte, muss mit hohen Zinsen rechnen. Ein Immobilienkredit, der zu 100 % finanziert wird, bringt schnell einen bis zu 5 oder sogar 10 % höheren Zinssatz mit sich. Eigenkapital in Höhe von über 50 % der Kaufsumme ist optimal, um den Zinssatz zu drücken – mindestens sollten es aber doch 20 % sein.

Risiken vor dem Kreditantrag genau durchrechnen

Niedrige Baugeldzinsen verleiten nicht selten zu der Annahme, ein Immobilienkredit sei auch ganz ohne Eigenkapital möglich. Sinnvoll ist diese Variante allerdings nicht, vor allem aufgrund des hohen Risikos für alle Beteiligten. Darüber hinaus gewähren Banken nur dann einen Vollkredit, wenn der Kreditnehmer einen sicheren Arbeitsplatz und ein entsprechend gutes Einkommen hat. Auch bei nur wenig Eigenkapital ist es dringend anzuraten, die Finanzierung genau durchzuplanen, damit diese nicht zu einer zu starken finanziellen Belastung wird. Ein Kreditvergleich kann hier sinnvoll sein.


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