Geld sparen im Alltag – Tipps und Tricks

Wenn finanzielle Engpässe schon einige Tage vor dem Monatsende auftreten, belastet das vor allen Dingen die Lebensqualität. Geldsorgen lassen sich jedoch in vielen Fällen schon lange vor ihrer Entstehung durch cleveres Wirtschaften und Einkaufen verhindern. Wer sich den eigenen Alltag genauer anschaut, wird sicherlich einige Punkte finden, bei denen das vorhandene Einsparpotenzial noch lange nicht ausgeschöpft ist. Statt der Aufnahme teurer Kredite oder der Ausreizung des Dispos bis an seine Grenzen kann eine grundlegende Verhaltensänderung völlig kostenfrei und ohne Verzicht auf Komfort und Spaß wieder ein Plus auf dem Konto entstehen lassen.

Ernährung, Kleidung und Haushalt

In einem Haushalt nehmen die Ausgaben für Lebensmittel, Drogerieprodukte und Bekleidung einen recht großen Anteil der gesamten monatlichen Kosten ein. Es liegt daher nahe, zunächst in diesen Bereichen nach Sparpotenzialen zu suchen und diese auszunutzen. Dies beginnt schon bei der wöchentlichen Erstellung einer Einkaufsliste. Wer mehrmals pro Woche ganz ohne Plan in den Supermarkt geht und kauft, worauf er gerade Lust hat, gibt deutlich mehr Geld aus. Besser ist es, schon am Wochenende einen Plan für die kommenden sieben Tage zu erstellen und alle benötigten Lebensmittel und Drogerieprodukte aufzuschreiben. Diese wöchentlich erstellte Einkaufsliste bietet den perfekten Rahmen für clevere Einkäufe, sofern sie als feste Vorgabe betrachtet wird. Im Supermarkt sollte daher wirklich nur das gekauft werden, was auf der Liste steht, da sich die Kosten sonst durch ungeplante Lustkäufe wieder erhöhen.

Lustkäufe lassen sich außerdem vermeiden, wenn nicht mit leerem Magen eingekauft wird. Mit Hunger im Bauch neigen die meisten Menschen dazu, deutlich mehr einzukaufen als notwendig. Es ist daher empfehlenswert, vor dem Wocheneinkauf noch etwas zu essen und den spontanen Hungergefühlen keine Chance zu geben. Bezahlt werden sollte im Supermarkt am besten bar, auch wenn Plastikgeld auf dem Vormarsch ist. Dies erleichtert den Überblick über das tatsächlich ausgegebene und verfügbare Geld.

Fertigprodukte sind oftmals teurer als frisch zubereitete Mahlzeiten. (Quelle: kpgolfpro (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Auf der Einkaufsliste stehen sollten vor allem frische Nahrungsmittel. Dass Fertigprodukte in ihrer Anschaffung billiger sind als die Zutaten für selbst gekochte Mahlzeiten, ist ein weit verbreiteter Trugschluss. Wer im Supermarkt nicht zu teuren Markenprodukten greift, sondern im unteren oder oberen Bereich der Regale nach günstigen Alternativen sucht, wird auch bei frischer Ware zumeist fündig. Alternativ lohnt sich auch der Wechsel vom teuren Supermarkt zu einem Discounter. Hat ein Anbieter gerade ein besonders gutes Angebot veröffentlicht, kann laut diesparratgeber.de auch auf Vorrat eingekauft werden. Konserven wie Tomaten oder auch Dosenobst und -gemüse halten sich in der Abstellkammer über längere Zeit. Gleiches gilt für Waschmittel, Duschgel oder auch Kosmetikprodukte. Der Kauf in größeren Mengen vergrößert das Sparpotenzial, auch wenn zunächst ein etwas höherer Betrag auf der Rechnung steht.

Was Bekleidung betrifft, so ist diese selbstverständlich ein wichtiger Bestandteil eines angenehmen und individuellen Lebensstils. Niemand verzichtet gern auf hochwertige Kleidung, zumal für die tägliche Arbeit im Büro oder auch für Feierlichkeiten gerne zu etwas schickeren Outfits gegriffen wird. Wer jedoch für den Kauf von Bekleidung stets Einkaufszentren und Boutiquen aufsucht, wird hier sehr viel Geld ausgeben. Eine Alternative zum teuren Neukauf sind Flohmärkte oder auch Online-Plattformen, bei denen Second-Hand-Bekleidung ihren Besitzer wechselt. Für Kleider, Hosen, Blusen und Accessoires zahlen Käufer dann oft nur noch einen Bruchteil des Kaufpreises und der eigene Kleiderschrank füllt sich ganz ohne eine übermäßige Belastung des Budgets.

Kostenfaktor Heimbüro

Ein Arbeitsplatz in den eigenen vier Wänden ist nicht nur für Selbständige wichtig. Für zahlreiche Aufgaben wie das Bezahlen von Rechnungen, das Erledigen von Schul- oder Studienarbeiten und auch die Planung ganz alltäglicher Dinge braucht es einen Arbeitsplatz mit PC und Drucker. In der Anschaffung sind diese Geräte bereits recht teuer, weswegen sie nur dann gekauft werden sollten, wenn das eigene Budget hierfür ausreicht. Besteht der eigene Arbeitsplatz jedoch bereits seit längerer Zeit, lässt sich auch hier Geld sparen.

Ein guter Anfang ist gemacht, wenn statt teurem Kopierpapier in reinweißer Ausführung zu Recyclingpapieren gegriffen wird. Diese sind schon beim Kauf deutlich günstiger und genügen den Ansprüchen im privaten Umfeld vollkommen. Für hochwertigere Ausdrucke und geschäftliche Unterlagen kann dann immer noch alternatives Papier gelagert werden, das jedoch nur bei Bedarf verbraucht wird. Wichtig ist es auch, Ausdrucke nur dann anzufertigen, wenn diese auch wirklich benötigt werden. Wer den eigenen Drucker immer wieder verwendet, um eigentlich überflüssige Dinge auszudrucken, verbraucht nicht nur mehr Papier, sondern auch Strom und Tinte.

Recycelte Patronen sind günstiger und bieten gute Qualität. (Quelle: tookapic (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Insbesondere die Tinte ist hierbei ein Faktor, der dauerhaft ins Geld gehen kann. Die Drucker-Hersteller empfehlen selbstverständlich stets den Kauf von Original-Patronen und weisen auf verbesserte Druckqualität hin. In der Realität jedoch sind die Preise für Original-Patronen immer wieder ein Grund für erstauntes Kopfschütteln. Es kann sich daher lohnen, auf alternative Produkte zu setzen, die für den Privatgebrauch völlig ausreichend sind. Prindo empfiehlt in diesem Zusammenhang vor allen Dingen recycelte Tintenpatronen, die bereits einmal verwendet und professionell aufbereitet wurden. Die wieder befüllten Patronen lassen sich nach dieser Aufbereitung problemlos im eigenen Drucker verwenden, kosten jedoch deutlich weniger als Neuware.

Stromverbrauch anpassen

Kosten, die viele Privatpersonen bei der Beleuchtung ihrer Ausgaben zunächst nicht im Blick haben, beziehen sich auf den Verbrauch von Strom. Kommt dann jedoch einmal im Jahr eine Rechnung des Versorgers per Post ins Haus, sind hohe Nachzahlungen ein Schock. Wer die eigenen Kosten nachhaltig und in großem Stile verringern möchte, sollte daher auch den eigenen Energieverbrauch nicht vergessen.

Mehrfachsteckdosen mit Einschaltknopf erleichtern das Stromsparen. (Quelle: PIX1861 (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Eine Senkung des Stromverbrauchs lässt sich schon bewirken, indem das Licht nur dann angeschaltet wird, wenn dies tatsächlich notwendig ist. Die berühmte „Festbeleuchtung“ in allen Räumen kann sonst zu einem nicht zu vernachlässigenden Posten werden. Auch Geräte wie TV, Stereoanlage, Spielekonsolen und PC tragen im ständigen Stand-By Betrieb zu hohen Energiekosten bei. Werden sie jedoch komplett ausgeschaltet, sorgt dies für den sofortigen Stopp des Stromverbrauchs. Etwas leichter gelingt das, wenn die Geräte an eine abschaltbare Mehrfachsteckdose angeschlossen werden. Mit nur einem Tastendruck wird die Stromversorgung der Geräte unterbrochen und bei Bedarf wieder hergestellt.

Bei der Verwendung von Haushaltsgeräten wie Spülmaschine oder auch Waschmaschine und Trockner können Verbraucher Strom sparen, indem sie für eine verantwortungsbewusste Nutzung sorgen. Alle Geräte sollten nur dann eingeschaltet und genutzt werden, wenn die erforderliche Füllmenge erreicht ist. Anderenfalls erhöht sich die Anzahl der Spül-, Wasch- und Trockengänge und mit ihr auch der Stromverbrauch.


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