Dispo umschulden: Das sollten Sie wissen

Ein Dispositionskredit ist praktisch: Er springt in die Bresche, wenn das Girokonto eigentlich nicht mehr gedeckt ist, Ausgaben aber weiterhin bezahlt werden müssen. Diesen Service lassen sich Banken gut bezahlen, wie jeder Verbraucher an den hohen Zinssätzen leicht sehen kann. Daher kann die Inanspruchnahme eines Dispos immer nur eine zeitlich begrenzte Lösung sein. Den Dispositionskredit umzuschulden, bringt das Konto wieder ins Plus.

Darum lohnt sich die Umschuldung des Dispos

Länger als zwei oder drei Monate sollten Sie den Dispo nicht beanspruchen. Dafür sind die Zinssätze einfach zu hoch, die sich in der Regel im zweistelligen Bereich bewegen. Bei einem Dispo von 1000,00 € und 12,00 % Zinsen zahlen Sie horrende 120,00 € Zinsen. Es gibt allerdings auch Banken, die den Zinssatz ihres Dispos weitaus niedriger ansetzen. So profitieren Aktivkunden der DKB von „nur“ 6,90 %, während sich Inhaber eines Kontos bei der Skatbank über imposante 0,00 % freuen dürfen. Sind Sie jedoch bei einer Bank mit extrem hohem Zinssatz, empfiehlt sich die Umschuldung mit einem Ratenkredit. Finden können Sie dieses Darlehen mit weitaus niedrigerem Zinssatz als beim Dispo, indem Sie online Darlehen schnell und einfach vergleichen.

Den Tricks der Banken aus dem Weg gehen

Wenn Sie sich tatsächlich für eine Umschuldung Ihres Dispos mithilfe eines Darlehens entscheiden, sollten Sie beim Kreditvergleich einiges beachten. Insbesondere unerfahrene Verbraucher begehen den großen Fehler und koppeln ihren Ratenkredit an eine Restschuldversicherung. Sie aber ist es, die einen an sich attraktiven Kredit zu günstigen Konditionen in eine echte Kostenfalle verwandelt. Die Verdoppelung des Zinssatzes ist keine Seltenheit und dafür verantwortlich, dass Sie so garantiert nicht aus dem Minus kommen. Achten Sie auch darauf, keinen zu großen Kredit aufzunehmen. Es genügt, wenn Ihr Ratenkredit nur etwas höher ist als Ihre Dispo-Verbindlichkeiten. Banken verschweigen dies aber gern und offerieren unnötig zu hohe Darlehen.

Dispo erneut nutzen: Unbedingt vermeiden!

Wenn Sie einen viel zu großen Kredit aufnehmen, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Sie schon bald wieder auf den Dispositionskredit zurückgreifen müssen. Zudem ist der Dispo stets eine unsichere Sache, kann die Bank ihn doch einfach fristlos kündigen. Sind Sie wirklich arbeitslos oder krank, könnte Ihnen dies finanziell noch mehr zusetzen. Es ist deshalb sehr wichtig, nicht mehr auf den Dispo angewiesen zu sein. Disziplinieren Sie sich deshalb selbst und halten Sie Ihre Einnahmen und Ausgaben in Balance. Führen Sie ein Haushaltsbuch, um nie mehr den Überblick über Ihre finanzielle Situation zu verlieren. Leben Sie nach dem Motto: Einmal Dispo und nie wieder!

Dispo gekündigt: Das können Sie tun

Sollte Ihre Bank Ihren Dispo tatsächlich kündigen, eröffnen Sie bei einer anderen Bank ein Konto. Verwehren Ihnen mehrere Kreditinstitute die Eröffnung eines Girokontos, können Sie immer noch ein Basiskonto beantragen. Sich legal in der EU aufhaltende Bürger haben ein Recht auf ein solches auf Guthabenbasis geführtes Konto, das die Basisleistungen eines Girokontos bietet. Nötig wird dies, da Ihre Hausbank den Anspruch auf Tilgung des Dispos hat. Miet- und andere Zahlungen könnten dann möglicherweise wegen Unterdeckung Ihres Kontos nicht mehr abgebucht werden. Doch dieses Szenario ist sicherlich der Worst Case. Dazu muss es nicht kommen, wenn Sie im Alltag Geld sparen und auf Ihre Finanzen achten.


 Quelle Bild: Shutterstock; r.classen


Webstreams: Hier reinhören