Blasenentzündungen: Hausmittel & Vorbeugung

Viele Frauen kennen sie, die Blasenentzündung. Sie kündigt sich mit einem leichten Ziehen und Brennen beim Wasserlassen an und endet in manchen Fällen mit starken Schmerzen. Die sogenannte Zystitis ist nicht nur unangenehm, sie geht häufig auch nicht mehr ohne entsprechende Maßnahmen weg. Hilfreiche Hausmittel, Informationen zur Vorbeugung und was Betroffenen einer Blasenentzündung noch tun können, gibt es hier.

Hausmittel bei Blasenentzündung

Grundsätzlich sollte eine Blasenentzündung immer von einem Arzt abgeklärt werden. Manchmal verschreibt der Mediziner ein Antibiotikum, häufig genügen aber auch Hausmittel, um die Blasenentzündung wieder in den Griff zu bekommen:

  • ausreichend trinken (zwei bis drei Liter am Tag, selbst wenn weitere unangenehme Toilettengänge die Folge sind)
  • Wärme (Heizkissen oder Wärmflasche auf dem Unterleib wirkt wohltuend und entkrampfend)
  • Kräutertees, etwa aus Goldrutenkraut, Brennnesseln oder Birkenblättern (fertig Produkte in der Apotheke erhältlich)
  • Sitzbäder mit Kamille (aus Beuteln oder frischen Blüten)
  • Cranberrysaft (viele schwören darauf, eine Bestätigung der Wirkung gibt es jedoch nicht)
  • Ausruhen (gönnen Sie Ihrem Körper viel Schlaf und Entspannung)

Hausmittel sind wertvoll und meist die erste Wahl. Manchmal reichen sie jedoch nicht aus, dann kommen oftmals schmerzlindernde sowie krampflösende Medikamente zum Einsatz. Diese sollten jedoch nur nach ärztlicher Absprache eingenommen werden. Zudem kann der Mediziner auch darüber aufklären, wie Sie Blasenentzündungen vorbeugen können.

Blasenentzündung: Tipps zur Vorbeugung

Dass die Erkrankung ein Frauenleiden ist, liegt in der Natur der Dinge. Durch die im Vergleich zu den Männern kürzere Harnröhre gelangen Bakterien bei ihnen besonders leicht in die Blase. Diese sind auch die Hauptursache für die Entzündung (meistens handelt es sich um die Darmbakterien Escherichia coli). Frauen sollten es den Erregern deswegen möglichst schwermachen und einige Punkte beachten:

  • Kälte und Nässe meiden: Füße und Unterleib warmhalten und nasse Badesachen zügig wechseln
  • Immunabwehr stärken: ein starkes Immunsystem wehrt Bakterien leichter ab
  • milde Intimhygiene forcieren: eine übertriebene Hygiene zerstört die Intimflora, die als Barriere gegen Krankheitserreger wirkt
  • Darmbakterien im Vaginal- und Harnbereich vermeiden: nach dem Toilettengang immer von vorne nach hinten abwischen
  • Wasserlassen nach Geschlechtsverkehr: schwemmt eventuell eingedrungene Erreger aus
  • Kondome benutzen: minimieren das Risiko für eine Harnwegsinfektion

Allgemein ist es außerdem empfehlenswert, genügend zu trinken (mindestens zwei Liter am Tag), um so die Blase und die Harnwege gut durch zu spülen.

Die Symptome einer Blasenentzündung

Mediziner unterscheiden zwischen der unkomplizierten und der komplizierten Zystitis. Die Symptome sind bei beiden Formen zumindest anfangs gleich:

  • häufiger Harndrang
  • Brennen und/oder Schmerzen beim Wasserlassen
  • trüber Urin (manchmal unangenehm riechend)
  • Schmerzen im Unterleib
  • leichte Inkontinenz (Urin lässt sich nicht halten)
  • Blut im Urin möglich (in seltenen Fällen sichtbar)
  • Abgeschlagenheit und Krankheitsgefühl

Bei starken Schmerzen, Fieber oder bei länger anhaltenden Beschwerden sollten die Betroffenen immer einen Arzt aufsuchen. Auch im Fall von plötzlich auftretenden Nierenbeschwerden, da diese ein Hinweis für eine komplizierte Zystitis sein könnten. Diese kann sich entwickeln, wenn Bakterien in die Nieren aufsteigen und auch dort eine Entzündung hervorrufen.


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