Bausparvertrag: Der klassische Weg ins eigene Haus

Bausparvertrag: Der klassische Weg ins eigene Haus

Bausparverträge galten lange Zeit als das Nonplusultra der Baufinanzierung. Wer ins Eigenheim wollte, der tat dies mithilfe eines lukrativen Bausparvertrages, der mit attraktiven Zinsen überzeugen konnte. In den zurückliegenden Jahren nahm die Popularität dieser Sparverträge allerdings spürbar ab. Zu niedrig die Zinsen, zu gering der Ansporn zum Ansparen. Mit steigendem EZB-Leitzins – nach mehrmaligem Verschieben aktuell für 2020 geplant – dürfte das Interesse an Bausparverträgen jedoch wieder aufflammen. Wer nicht so lange warten möchte und bereits jetzt nach Informationen dürstet: Hier kommen sie.

Der Bausparvertrag: Worum handelt es sich konkret?

Bausparverträge tragen die beiden wichtigsten Informationen bereits in ihrer Bezeichnung: Es handelt sich um Sparverträge, die Sparer für den Bau eines Hauses verwenden. Doch auch der Wohnungskauf, Renovierungen und andere wohnwirtschaftliche Zwecke dürfen mit einem Bausparvertrag finanziert werden. Diese Form der Baufinanzierung besteht aus einem dem Bauherren von der Bausparkasse zur Verfügung gestellten Bauspardarlehen sowie dem ihm vorangehenden Ansparen einer bestimmten Summe.

Letzteres erfolgt ausschließlich aus eigenen Mitteln. Das Konzept des Bausparens ist als gemeinschaftliches Sparen ausgestaltet, da andere Bausparer mit ihren monatlichen, in den „Auszahlungstopf“ wandernden Sparraten die Auszahlung des Bauspardarlehens ermöglichen. Abgeschlossen wird ein Bausparvertrag bei einer Bausparkasse, die Bausparer in Deutschland aktuell zu einem Dutzend zur Verfügung stehen. Somit gibt es recht wenige Anbieter, die das Ziel von Verbrauchern unterstützen, Eigentum als Altersvorsorge zu nutzen.

Was geschieht in den einzelnen Phasen eines Bausparvertrags?

Ein Bausparvertrag besteht aus drei Phasen. Alles beginnt mit der Sparphase, in der es darum geht, aus eigenen Mitteln Guthaben anzusparen. Jenes verzinst die Bausparkasse, allerdings sind die Erträge aufgrund des bereits seit März 2016 bei 0 liegenden EZB-Leitzinses wenig lukrativ. Monatlich zahlen Sparer in den Gemeinschaftstopf ein, wobei die Summe jeden Monat gleich ist. Die konkrete Höhe unterscheidet sich natürlich von Bausparer zu Bausparer. Sparziel sind 40 bis 50 % der gesamten Bausparsumme.

Ist jene erreicht, steht die Zuteilung an. Hier können sich Bausparer entscheiden, ob sie sich das angesparte und verzinste Guthaben auszahlen lassen oder das vertraglich zugesicherte Bauspardarlehen beanspruchen möchten. Wer Letzteres tut, geht zur Bauspardarlehenstilgung in die Darlehensphase über. Egal, ob künftige Bauherren bei der größten privaten Bausparkasse in Deutschland einen Bausparvertrag abschließen oder bei einem Konkurrenten: Die drei Phasen eines Bausparvertrages sind dieselben.

Welche Vorteile machen den Bausparvertrag so interessant?

Bausparvertrag ist nicht gleich Bausparvertrag – diversen Tarifen sei Dank. So finden Bausparer das auf ihre Bedürfnisse optimal abgestimmte Produkt. Jenes zu entdecken, gelingt eher unerfahrenen Verbrauchern mit wenig Vorwissen mithilfe eines Beraters der Bausparkasse. Ist das Wissen ausgeprägt, könnten Onlinetarife interessant sein. Doch auf welchem Wege der Abschluss auch stattfinden mag: Die jeweils festen Zinsen in der Anspar- sowie Darlehensphase garantieren Planungssicherheit.

Ein weiterer Vorteil von Bausparverträgen liegt in der Möglichkeit, jene staatlich fördern zu lassen. Dies geschieht durch die Arbeitnehmersparzulage und in Form der Wohnungsbauprämie. Wer sich sein Guthaben vorzeitig auszahlen lässt und die 7-jährige Sperrfrist missachtet, verliert jedoch den Anspruch auf die staatliche Förderung. Sie möchten mehr über Baufinanzierungen und Darlehen im Allgemeinen wissen? Dann finden Sie in diesem umfangreichen Ratgeber rund um Kredite kompetente Antworten, leicht verständlich.


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