2. Bundesliga: Montagsspiele werden abgeschafft

Nicht nur die Vertreter der Fußball-Bundesliga haben sich für das Ende der Montagsspiele entschieden - auch die Vereine, die derzeit in der 2. Bundesliga sind, einigten sich „mit großer Mehrheit“ darauf, dass es ab der Saison 2021/22 keine Montagsspiele mehr geben wird. Die Entscheidung wurde vom DFL (Deutsche Fußball Liga) präsentiert und vom Fan-Bündnis „Pro Fans“ begrüßt. Immer wieder gab es von Seiten der Fans Proteste - nun scheinen diese tatsächlich zum Erfolg geführt zu haben.

Montagsspiele gibt es bereits seit 1993 - mit der Saison 2020/21 wird das Ende eingeläutet

Seit dem Jahr 1993 fand in der 2. Bundesliga auch am Montag ein Spiel statt. Bis zur vergangenen Saison war die Partie auch noch im Free-TV (Sport1) zu sehen. Das soll sich ab der Saison 2021/22 aber ändern - statt dem Montagsspiel gibt es dann eine Partie am Samstag. Voraussichtlicher Anpfiff: 20.15 Uhr. Eine Entscheidung, die vor allem vom Fan-Bündnis „Pro Fan“ begrüßt wird. „Das ist mit Sicherheit eine Erleichterung für alle aktiven Fans. Vor allem dann, wenn es um Auswärtsfahrten geht. Uns ist das immer schon am Herzen gelegen, sodass wir es als Erfolg verbuchen, der uns beflügelt, nun weitere Ziele anzugehen“, so Sig Zelt, der Sprecher von „Pro Fans“. „Es ist sehr gut, dass immer mehr erkannt wird, dass die Fans dem Fußball sehr wohl einen Mehrwert geben.“ Zuletzt gab es von Seiten der Fanszenen immer wieder Aktionen gegen die Montagsspiele - so etwa mit einem Stimmungsboykott, sodass in den ersten 45 Minuten keine Fangesänge gesungen wurden. Zuletzt war auch auf den Spruchbändern zu lesen: „Vereine, ihr habt es in der Hand“. Die Proteste fanden aber schon im letzten Jahrtausend statt: So titelte das Fanmagazin des St. Pauli „Der Übersteiger“ im Jahr 1997: „Montags gehört Vati mir“.

Protest der Fans führte zum Erfolg

Erst mit Ende November beschloss die Bundesliga, dass die „nicht geliebten Montagsspiele“ ab der Saison 2021/22 nicht mehr ausgetragen werden. Die Partien sollen dann in weiterer Folge an den Sonntagen ausgetragen werden. „Die Protestkultur war erfolgreich. Es ist aus meiner Sicht nur schade, dass es scheinbar nur so gegangen ist und alle Gespräche, die im Vorfeld geführt wurden, nie zum Erfolg geführt haben“, so Zelt. Schon im Jahr 2015 stellte das Bündnis „Pro Fans“ den Dialog mit den Verbänden ein. Nun scheint man nicht mehr abgeneigt zu sein, wieder Gespräche zu führen. „Natürlich wäre es gut, wenn man, auch auf lange Sicht gesehen, wieder miteinander redet.“

Bayern derzeit nur auf Platz 4

Wer sich mit der aktuellen Saison befasst, der wird feststellen, dass diese wohl - endlich wieder - spannender als in den letzten Jahren sein wird. Die Bayern liegen derzeit am vierten Tabellenplatz und haben auf Borussia Dortmund neun Punkte Rückstand. Die Dortmunder liegen derzeit mit 33 Zählern am ersten Tabellenplatz - vor Borussia Mönchengladbach (26 Punkte) und RB Leipzig (25 Punkte). Die Bundesliga Prognose von bet365, dass die Bayern wohl auch in diesem Jahr Meister werden, scheint sich, wenn es in demselben Ton weitergeht, nicht zu bewahrheiten. Am unteren Tabellenende wird es ebenfalls spannend werden: Derzeit liegen Fortuna Düsseldorf und Hannover 96 punktegleich am Ende der Tabelle - der VfB Stuttgart befindet sich auf einem Relegationsplatz, ist aber punktegleich mit dem 1. FC Nürnberg.

Kehrt der HSV zurück?

In der 2. Bundesliga liegt derzeit der Hamburger SV vor dem 1. FC Köln und Union Berlin. Noch ist alles offen - man kann jedoch davon ausgehen, dass der HSV im kommenden Jahr wieder in der Bundesliga zu sehen sein wird.


Quelle: Bild1 = jarmoluk @pixabay


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