Der Welt Malaria Tag 2017

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Die Weltgesundheitsorganisation meldet Europa seit 2015 als malariafrei. Auch in Afrika zeigen sich Erfolge: Sechs Länder könnten Malaria bald ausrotten. Trotz der Fortschritte gibt es jährlich noch um die 400 000 Malaria Tote.

Anlässlich des Welt-Malaria-Tags am 25. April, ruft die WHO-Chefin Margaret Chan für einen größeren Einsatz für die Präventation auf. Vorallem in Afrika, ist Hilfe bitter nötig, da dort die Bedrohung stärksten von Malaria betroffen ist. In den betroffenen Ländern seien immer noch rund 43 Prozent der Menschen weder durch Moskitonetze noch durch das Versprühen von Insektiziden in Wohnhäusern geschützt. Demnach haben in 20 afrikanischen Ländern zwei Drittel der schwangeren Frauen noch keinen Zugang zur nötigen Chemoprophylaxe gegen Malaria. Weshalb auch alle zwei Minuten ein Kind an Malaria stirbt.

Bis 2020 solllen 21 Länder malariafrei werden

Die von der WHO empfohlenen Präventionsmethoden wie Moskitonetze, Einsatz von Insektiziden und saisonale Chemoprophylaxe hätten bereits zu großen Erfolgen im Kampf gegen Malaria geführt. Die Sterberate von Malaria-Infizierten sei seit dem Jahr 2000 um 40 Prozent gesunken, bilanziert die Weltgesundheitsorganisation WHO. In der Region Europa, zu der auch Russland und andere frühere Sowjetrepubliken zählen, habe sich im vergangenen Jahr kein Mensch mit der Fieberkrankheit angesteckt. Damit gilt Europa laut WHO offiziell als malariafrei.

Weltweit könnten nach Einschätzung der WHO insgesamt 21 Länder das Ziel erreichen, bis 2020 malariafrei zu sein. Neben China, Südkorea, Sri Lanka, Nepal und Malaysia sind acht lateinamerikanische Länder. Darunter Mexiko Argentinien. Auch Saudi-Arabien und der Iran haben die Kampf besiegt.

Wie entsteht "Malaria-Fieber"?

Malaria wird durch Parasiten verursacht, die durch die Stiche infizierter Mücken übertragen werden. Die Tropenkrankheit führt über einen Befall der Leber zur Zerstörung der roten Blutkörperchen, zu Fieber, Kopfschmerzen und Erbrechen. Unbehandelt kann die Krankheit schnell lebensbedrohlich werden, wenn die Blutversorgung lebenswichtiger Organe gestört wird.

Neue Hoffnung durch Impfstoff

Forscher hoffen langfristig, die Entwicklung einer Impfung gegen Malaria. In Ghana, Kenia und Malawi soll der erste Malaria-Impfstoff ab 2018 getestet werden, erklärte die WHO. Der Impfstoff wurde entwickelt, um Kinder im Alter zwischen 5 und 17 Monaten vor Malaria zu schützen. Laut der Afrika-Direktorin der WHO, schöpft der Impstoff neue Hoffnungen und zusammen mit bestehenden Mitteln, könnte ein solcher Impfstoff Zehntausende Leben in Afrika retten.


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