Radlerhosen, Bauchtaschen und andere Mode-Comebacks

Irgendwie, irgendwo, irgendwann macht ja alles sein Comeback. Frankreich gewinnt zum ersten Mal seit 1998 eine WM, ABBA hat sich nach 35 Jahren wieder zusammengefunden und jetzt kommen Radlerhosen als Fashionstatement  auf die Laufstege zurück.

Wer öfters in der Stuttgarter Innenstadt unterwegs ist, merkt vielleicht, dass man einige modische Accessoires aus den 80ern und 90ern wiedererkennt. Bauchtaschen werden schräg über der Brust getragen, Birkenstocks und Sandalen schmücken die Füße und Schnauzbärte verdrängen den Hipster-Vollbart. 20-Jährige tragen beige Fischerwesten, weiße Tennissocken und Topfschnitte wie Jim Carrey. Bunte Trainingsanzüge sieht man längst nicht mehr nur bei Dieter Thomas Kuhn und Schlaghosen zieren die Beine junger Mädchen.

Doch wieso machen viele Kleidungsstücke eigentlich ihr Comeback? Wir haben mit Robert Herzog von der Modeschule Stuttgart gesprochen, um dieser Frage auf den Grund zu gehen.

„Wir beschäftigen uns mit der Vergangenheit, leiten diese ab in die Gegenwart und kreieren daraus eine Zukunft.“

So erklärt der Modeexperte die immer wiederkehrenden Styles. Wir würden uns einfach gerne zurückerinnern und Sicherheit in der Vergangenheit suche. Mode mache dies möglich. Wenn man nur 1 zu 1 etwas kopiere, sei dies langweilig, man müsse sich aber auf die Vergangenheit beziehen, um etwas Neues zu erschaffen.

Mode sei laut Herzog die größte nonverbale Kommunikation des Menschen, somit sage jeder etwas mit seiner Klamottenauswahl etwas aus. Er selbst blickt mit einem Lächeln auf die Mode von früher zurück und begrüßt die Comebacks – Vintage ist in!

Wenn Ihr wissen wollt, was die Farben, die Ihr tragt, über Euch aussagen, könnt Ihr hier vorbeischauen.


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