Kinderfotos auf Facebook

Kinderbilder ins Netz stellen?

Das süße Foto vom plantschenden Nachwuchs in der Badewanne mit den Freunden teilen? Über Facebook? Ist das wirklich so schlimm? Was viele Eltern für harmlos halten, geht für andere wiederum gar nicht. Aber was ist nun richtig? Wie geht man mit Fotos seiner Kinder im Netz um? Wir fassen für und wider für Euch zusammen.

Viele Eltern scheinen sich dabei über mögliche Folgen ihrer Social-Media-Aktivitäten nicht im Klaren zu sein. 

 "Hören Sie bitte auf, Fotos Ihrer Kinder für jedermann sichtbar bei Facebook und Co. zu posten! - Auch Ihre Kinder haben eine Privatsphäre"

Mit diesem klaren Aufruf aus dem Jahr 2015 wandte sich die Polizei Hagen direkt an die Eltern - via Facebook. Und auch heute gilt, mehr denn je: Achtet auf die Privatsphäre Eurer Kinder! Egal wie stolz man ist oder wie putzig der Nachwuchs auch aussieht: Mit Bildern auf dem Töpfen oder bei der Breischlacht kann es auch, Jahre später nach dem Post, zu unangenehmen Situationen für die Kinder kommen. Das Internet selbst weist eine vielzahl solcher Fälle auf. 

Der Check: ''Little Miss & Mister''

Eine Facebookseite beunruhigte Eltern bis vor kurzem mit gesammelten Bildern von Kindern. Die Seite nannte sich ''Little Miss & Mister'' und durchforstete Nutzerprofile nach öffentlich sichtbaren Kinderfotos. Anschließend verbreitete sie diese auf Ihrer Seite. So waren seit Dezember zahlreiche Bilder von Babys und Kleinkindern zusammengekommen. Die Kinder waren auf den Bildern nahezu nackt - in der Badewanne, in Unterwäsche oder in Badebekleidung am Strand. Die Seite war mit 660 Abonnenten kurzzeitig nicht aufrufbar, hatte dann einen Neustart hingelegt und ist aktuell wieder nicht verfügbar. Wer genau hinter der Seite steckt ist nicht bekannt. Klar ist nur, dass die Betreiber der Seite die Eltern auf die Gefahren öffentlicher Bilder aufmerksam machen wollten und sie dazu bewegen möchten, keine Bilder ihrer Kinder mehr zu posten.

Tipps für die Veröffentlichung von (Kinder-)Fotos in sozialen Netzwerken

Wer trotzdem nicht darauf verzichten will, Kinderfotos auf Facebook, Instragram und anderen Netzwerken zu veröffentlichen, sollte folgende Dinge beachten:

  • In den Privatsphäre-Einstellungen festlegen, dass die Bilder Ihres Kindes nicht von Suchmaschinen gefunden werden können
  • Die Gruppe der Personen, die die Aufnahmen sehen darf, auf das nahe Umfeld einschränken
  • Alle Personen, mit denen die Bilder geteilt werden bitten, diese nicht weiter zu verbreiten
  • Den Name des Kindes nicht im Post verwenden sondern lieber auf Umschreibungen wie ''Töchterchen'' oder ''Sohnemann'' zurückgreifen.


Was lässt sich bei Facebook über mich selbst herausfinden? 

Klar bieten Soziale Netzwerke die Möglichkeit die Sichtbarkeit des eigenen Profils für andere einzuschränken, aber wenn man wissen möchte, welche Daten Facebook über einen selbst gesammelt hat, wird es schon etwas komplizierter. Mit Stalkscan kann man die vielen Daten auf Facebook gezielter anschauen und nutzen. Familienmitglieder, Foto-Tags oder Facebook-Gruppen: Wenn ihr wissen wollt, was man via Facebook alles über Euch herausfinden kann, kann das mit dem kostenlosen Tool namens Stalkscan testen. Einfach die Adresse des zu analysierenden Profils angeben und schon kann man sich durch viele Informationen klicken. Das Tool mag zwar auf den ersten Blick etwas zu umfangreich sein, doch klickt man sich in Ruhe durch die eine oder andere Kategorie durch, sollte mindestens ein "Aha-Moment" garantiert sein. Probiert es einfach mal aus!


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