Himmelsspektakel: Der Supermond

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Am Montag, den 14. November, lässt sich nach langer Zeit mal wieder der sogenannte „Supermond“ am Himmel erblicken. Da er, mit nur 356.509 Kilometer Distanz, in extreme Erdnähe kommt, erscheint er auf der Erde ein Siebtel größer und ein Drittel heller als sonst. An diesem Tag, steht er mit etwa 50.000 Kilometer näher, als in seiner fernsten Position. So nah stand er uns schon seit 1948 nicht mehr!

Da die Mondlaufbahn elliptisch ist, schwankt der Abstand zwischen dem Mond und der Erde ab und an. Steht er dann flach über dem Horizont, ändert sich der scheinbare Durchmesser, wodurch er größer wirkt. Wenn sich an diesem Tag zusätzlich noch ein Vollmond ereignet, nennt man dieses Phänomen den „Supermond“.

Wirklich so super?

Ein naher Mond verstärkt die Auswirkungen auf die Gezeiten. Guido Thimm, der wissenschaftlicher Geschäftsführer am Zentrum für Astronomie der Universität Heidelberg, bestätigt, dass je näher der Mond der Erde ist, desto höher ist die entstehende Gravitationskraft.

Bei Vollmond und Neumond, stehen Erde und Mond in einer Linie, wodurch sich die Anziehungskraft summiert. Beim Supermond, kann es dann zu sogenannten Springtiden kommen, also höheren Fluten und niedrigeren Ebben. Diese Auswirkungen, sollen allerdings nicht allzu hoch sein.

Auch die Erdkruste wird sich ein bisschen verformen. Wenn die Sonne am einen Ende und der Mond am anderen "zieht", wird die Erde ein klein wenig Ei-förmig.

Dramatische Folgen, wie Erdbeben, sollen durch den Erdnahen Mond allerdings nicht auftreten, da spielen die Vorgänge im Erdinneren eine viel größere Rolle.


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